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Cheseaux-sur-Lausanne (awp) - Der Technologiekonzern Kudelski hat im ersten Halbjahr 2010 den Umsatz gesteigert und dabei einen deutlichen Gewinnsprung erzielt. Das Unternehmen profitierte vor allem von der guten Entwicklung im Digital-TV-Geschäft und verweist auf die erfolgreiche Umstellung von Grosskunden auf das Mietmodell. Rote Zahlen schrieben die beiden kleineren Segmente. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde bestätigt.
Der Umsatz stieg von Januar bis Juni um 12% auf 502,0 Mio CHF. Der EBIT sprang um 462% auf 47,5 Mio CHF und der Reingewinn nach Minderheiten auf 32,8 Mio CHF nach einem Vorjahresverlust von 4,3 Mio CHF, wie der Technologiekonzern am Dienstag mitteilte.
Es sei ein gutes erstes Halbjahr gewesen - trotz unvorteilhafter Währungseffekte, bilanzierte CEO und Verwaltungsratspräsident André Kudelski an der Medienkonferenz. Mittlerweile liefen 63,5 Mio von 133 Mio aktiven Smartcards im Mietmodell, was das Potenzial verdeutliche.
INNOVATIONEN IM BLICK
Im grössten Bereich Digital-TV steigerte Kudelski den Umsatz um 16% auf 349,7 Mio CHF (+21% zu konstanten Wechselkursen) und vervielfachte den EBIT auf 74,4 Mio CHF. Die operative Marge erreichte 20,5%. Im Zuge der Strategie "TV 2.0" sollen Kunden Fernsehinhalte über verschiedene Kanäle wie Satellit, Kabel, Internet oder das Handy nutzen können.
Dafür sei die Vollintegration der Tochter OpenTV ein wichtiger Schritt gewesen, führte der Firmenchef aus. Es gehe darum, neue Opportunitäten im Zuge der Annäherung von Fernsehen, Internet und Telekommunikation zu nutzen. Im Jahr 2010 stellt das Unternehmen 170 Ingenieure ein und will innovative Produkte schneller lancieren.
INVESTITIONEN BELASTEN
Die Investitionen in künftiges Wachstum lasteten auf der Profitabilität der beiden kleineren Segmente: Bei Public Access stieg der Umsatz um 6% auf 85,7 Mio CHF und der operative Verlust weitete sich auf 9,8 Mio CHF aus, nach einem Verlust von 7,4 Mio CHF im Vorjahr. Marktanteilsgewinne seien zu Lasten der Marge ausgefallen, hiess es zur Begründung.
Middleware & Advertising trug 66,6 Mio CHF zum Umsatz bei, ein Plus von 2%. Hier rutschte das Unternehmen in die roten Zahlen, mit einem EBIT von -6,0 nach +5,4 Mio CHF im Vorjahr. Zusätzliche Investitionen für Forschung und Entwicklung hätten das Resultat beeinflusst, erklärte Kudelski. Ziel sei es, das Umsatzwachstum ab 2012 zu stärken und schwarze Zahlen zu schreiben.
SCHRITT AUF DEN US-MARKT
Wichtige neue Aufträge konnte die Gesellschaft unter anderem in den USA gewinnen. Dort unterstützt der Technologiekonzern den Kabelnetzbetreiber Cable One bei dessen neuem Digital-TV-Angebot. Es sei erste Schritt auf den US-Kabelmarkt mit solchen ganzheitlichen Lösungen, betonte das Unternehmen. Die Marktanteile in Südkorea, Spanien und Israel stiegen laut Mitteilung durch Aufträge mit SkyLife, Ono und HOT, in Taiwan kam DishHD hinzu.
Kleinere Akquisitionen seien in der zweiten Jahreshälfte nicht auszuschliessen, der Fokus liege aber auf einer Verbesserung des Leverage, sagte André Kudelski gegenüber AWP. Keine Sorgen machen ihm nach eigenem Bekunden die Pläne des Internetriesen Google für ein TV-Angebot. Er rechnet mit einer Konvergenz der unterschiedlichen Modelle.
AUSBLICK BESTÄTIGT
Mit Blick auf 2010 stellt Kudelski weiterhin einen Umsatz zwischen 1'100 und 1'140 Mio CHF sowie einen EBIT zwischen 105 und 120 Mio CHF in Aussicht und bestätigt damit jüngste Angaben. Digital-TV soll um mehr als 10% wachsen, Middleware & Advertising sowie Public Access werden stabil gesehen.
Der Konzern hat die Schätzungen der Analysten getroffen und beim operativen Gewinn sogar etwas besser abgeschnitten. Der Markt hatte allerdings teils mit einem höheren Ausblick für das Gesamtjahr gerechnet. Die Börse zeigte sich denn auch ungehalten. Bis zum Nachmittag brechen die Titel um 7,1% auf 28,65 CHF in einem schwachen Gesamtmarkt ein.
cc/ps

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