Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Schindellegi (awp) - Die Logistikgruppe Kühne + Nagel (K+N) musste im Geschäftsjahr 2009 einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen. Dank striktem Kostenmanagement konnte das Unternehmen die Auswirkungen mildern und hat gleichzeitig Marktanteile gewonnen. Für laufende Kartellrechtsverfahren hat K+N eine Rückstellung von 35 Mio CHF getätigt. Die Aktionäre kommen in den Genuss einer unveränderten Dividende von 2,30 CHF je Aktie.
Die Logistikbranche war im ersten Halbjahr 2009 von einem "beispiellosen" Umsatz- und Volumenrückgang sowie einem rasanten Einbruch der Frachtraten betroffen, sagte Karl Gernandt, Delegierter der Kühne Holding, am Montag vor den Medien. Erst im Laufe des zweiten Halbjahrs habe sich die Nachfrage wieder erhöht. In der Folge sank der Umsatz im Berichtsjahr um 19,4% auf 17'406 Mio CHF.
ERFOLGREICHE DUALSTRATEGIE
Die Bemühungen zur Kostenkontrolle schlugen sich in einem nur 6,2% tieferen Bruttogewinn von 5'863 Mio CHF nieder. Nach einer Rückstellung von 35 Mio CHF sanken der EBITDA um 13,2% auf 885 Mio, der EBIT um 19,3% auf 594 Mio und der Reingewinn um 20,2% auf 467 Mio CHF. Die Margen litten vor allem im dritten und vierten Quartal unter den wieder anziehenden Frachtraten. Denn die volle Weitergabe der höheren Raten an die Endkunden sei nur zeitversetzt möglich, sagte CEO Reinhard Lange.
Die im Berichtsjahr verfolgte Dualstrategie - striktes Kostenmanagement bei gleichzeitigem Ausbau der Marktanteile - habe sich bewährt, resümierte Lange. So sei der Volumenrückgang bei K+N in der Seefracht mit 4,6% im Vergleich zum Marktrückgang von rund 12% "moderat" ausgefallen. Auch in der Luftfracht fiel der Rückgang der Tonnage mit 9,2% geringer aus als der des Gesamtmarkts (-12%). Denn dank der starken globalen Position habe K+N beispielsweise in Asien sehr schnell und überdurchschnittlich vom der Wiederbelebung der Frachtströme profitiert.
LANDVERKEHR NÄHERT SICH BREAKEVEN
Die Landverkehrssparte näherte sich im Berichtsjahr weiter der Breakeven-Schwelle. K+N suche auch nach der Integration der französischen Aillon-Gruppe nach Akquisitionsmöglichkeiten, sagte Lange. Im Fokus stehen weiterhin der Mittelmeerraum und Osteuropa. Das Unternehmen habe sich im Landverkehr aber inzwischen so stark positioniert, dass ein neuer Markt auch aus eigener Kraft entwickelt werden könne. "Akquisitionen sind daher nicht mehr ein unbedingtes Muss", betonte der CEO.
K+N sei aber nach wie vor für Akquisitionen offen, mit liquiden Mittel von 971 Mio CHF sei auch genug "firing power" vorhanden. Grossfusionen seien indes kein Thema, betonte Mehrheitseigner Klaus-Michael Kühne. "Aus der Unabhängigkeit schöpfen wir unsere Kraft", sagte er.
RÜCKSTELLUNGEN SOLLEN AUSREICHEN
K+N ist zuversichtlich, dass die mit Blick auf einen zu erwartenden Vergleich mit dem amerikanischen Justizministerium getätigte Rückstellung von 35 Mio CHF ausreichen wird. Der Betrag decke das "sehr wahrscheinliche" Risiko ab. Der Vergleich mit dem Departement of Justice sollte noch im ersten Halbjahr 2010 ratifiziert werden.
Die Kosten für Rechts- und Beratungskosten haben sich seit Ende 2007 auf rund 5 Mio CHF summiert. Bis zum Abschluss des Verfahrens in den USA dürften weitere ein bis zwei Mio CHF hinzukommen.
AUSBLICK RELATIV ZUVERSICHTLICH
K+N sieht sich für den erwarteten allmählichen Aufschwung gut positioniert, hält aber angesichts der anhaltenden Unsicherheiten an der zuletzt verfolgen Dualstrategie fest.
Das Unternehmen traut sich zu, 2010 wieder doppelt so schnell wie der Gesamtmarkt zu wachsen. Daher sollten in sämtlichen Geschäftssparten zweistellige Wachstumsraten möglich sein, sagte Gernandt. In den Monaten Januar und Februar habe die Marschroute jedenfalls schon gestimmt.
AKTIE GEHALTEN
Die K+N-Aktien notieren zum Wochenauftakt um 14 Uhr etwas höher, tendieren aber hinter dem festen Gesamtmarkt. Die Zahlen seien "solide", aber die Titel hätten bereits in den letzten Monaten viel Kredit erhalten, sagten Analysten.
ra/ps

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???