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Frauenstimmrecht Schweiz schickt die Komödie "Die göttliche Ordnung" ins Oscar-Rennen

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Die Schweizer Frauen kamen erst 1971 in den Genuss des Stimm- und Wahlrechts.

(Zodiac Films)

Der Schweizer Film "Die göttliche Ordnung" bewirbt sich in der Kategorie "Fremdsprachiger Film" für einen Oscar. Das Bundesamt für Kultur hat den Film bei der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Hollywood eingereicht.

Der Spielfilm "Die göttliche Ordnung" von Petra Volpe erzählt die Geschichte der Hausfrau und Mutter Nora, die in einem kleinen Dorf wohnt. Als sie beginnt, sich für das Frauenstimmrecht einzusetzen, gerät der Dorf- und auch der Familienfrieden ins Wanken.

Der Film dokumentiere ein Stück Zeitgeschichte, das über den engen Dorf-Mikrokosmos und über die Schweiz hinaus bis heute wenig an Aktualität und Relevanz verloren habe, begründet die Jury ihren Entscheid, den Film in Hollywood einzureichen.

Der Spielfilm war am 8. März, dem Internationalen Tag der Frau, in die Schweizer Kinos gekommen. Die Uraufführung des Films hatte bereits im Januar an den Solothurner Filmtagen stattgefunden, wo er auch mit dem "Prix de Soleure" ausgezeichnet wurde und auf grosse Beachtung in den Medien stiess. In Genf erhielt die Komödie den Schweizer Filmpreis in drei Kategorien. Ebenfalls drei Preise wurden ihr am Tribeca Film Festival in New York verliehen.

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Die Fans müssen noch ein Weilchen warten, bis sie wissen, ob es die Schweizer Produktion auf die Shortlist schafft. Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Hollywood wird erst im Januar 2018 bekanntgeben, welche Filme für die verschiedenen Oscars nominiert werden. Die Verleihung der Oscars findet am 4. März 2018 im Dolby Theatre in Los Angeles statt.


Der lange Weg zum Frauenstimmrecht

  • 1868: Vergebliches Begehren von Zürcher Frauen um aktives und passives Wahlrecht anlässlich einer kantonalen Verfassungsrevision
  • 1957: Bei einer Revision des Zivilschutzes soll eine Dienstpflicht für Frauen eingeführt werden. Frauenorganisationen wehren sich mit dem Argument des fehlenden Stimmrechts. Der Bundesrat legt rasch einen Entwurf zur Einführung des Frauenstimmrechts vor, um das Zivilschutz-Projekt zu retten.
  • 1959: Das Frauenstimmrecht wird in einer Volksabstimmung mit 67% Nein-Stimmen abgelehnt.
  • 1963: Die Schweiz wird Mitglied des Europarates, kann die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) aber wegen des fehlenden Frauenstimmrechts noch nicht unterzeichnen. Der Bundesrat entscheidet 1969, mit einer neuen Volksabstimmung Klarheit zu schaffen.
  • 1971: Die männlichen Stimmbürger nehmen in einer Volksabstimmung das Frauenstimmrecht mit rund 66% Ja-Stimmen an.
  • 1990: Der Kanton Appenzell-Innerrhoden wird als letzter Kanton vom Bundesgericht zur Einführung des Frauenstimmrechts auf kantonaler Ebene gezwungen.
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