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Zürich (awp) - Kuoni hat ein schwieriges Geschäftsjahr 2009 hinter sich, das der Reisekonzern knapp in den schwarzen Zahlen beenden konnte. Das Management nutzte das "Übergangsjahr" für eine Reorganisation und einen scharfen Kostenabbau. Für das laufende Jahr erkennt die Kuoni-Führung wieder einen Aufwärtstrend.
Im vergangenen Jahr hatte Kuoni gleich an verschiedenen Fronten zu kämpfen. Neben der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise dämpfte auch die Furcht vor der Schweinegrippe-Pandemie die Reiselust vor allem im Wachstumsmarkt Asien deutlich. Dazu kam die Aufwertung des Schweizer Frankens nicht nur zum Euro sondern etwa auch zum britischen Pfund, zur schwedischen und zur norwegischen Krone oder zur indischen Rupie. Der Umsatz sank unter dem Strich um 19,8% auf 3,89 Mrd CHF.
SCHARFE KOSTENSENKUNG
Den kleinen Gewinn von 1,6 Mio (VJ 151,0 Mio) CHF verdankte Kuoni einer scharfen Kostensenkung im Umfang von 147 Mio CHF, wie Finanzchef Max Katz an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich ausführte. Ohne die Kostenmassnahmen wäre der EBIT rund 100 Mio CHF ins Minus gerutscht.
Der Reisekonzern hatte Anfang 2009 im Hinblick auf die sich abzeichnenden Buchungsrückgänge ein Kostensenkungs- bzw. Effizienzsteigerungsprogramm bekannt gegeben. Dazu gehört auch eine Reorganisation, mit welcher der Konzern deutlich zentralisierter geführt wird. Diese werde aber im Konzern "riesige Kräfte" freisetzen, versprach CEO Peter Rothwell.
Insgesamt hat der Konzern 2009 im Rahmen des Kostensenkungsprogramms über 700 Stellen gestrichen und werde wohl noch weitere 100 bis 150 Stellen abbauen, wie Finanzchef Katz am Rand der Medienkonferenz der SDA sagte. Finanzielles Ziel ist eine Verbesserung des EBIT um 40 Mio CHF ab dem Jahr 2011.
Trotz dem fast auf Null geschrumpften Gewinn beantragt die Kuoni-Führung die Auszahlung einer Dividende von 8 CHF (VJ 10 CHF) pro Namenaktie B. Kuoni habe im Hinblick auf die schlechten Aussichten die Ausschüttung an die Aktionäre bereits gekürzt, sagte der CFO. Dank der günstigeren Aussichten für 2010 könne das Unternehmen die damals zurückgehaltene Ausschüttung nun nachholen.
AUFSCHWUNG-SITUATION
Für das laufende Jahr gab sich Rothwell zuversichtlich. Die verbesserte Konsumentenstimmung und der stärkere Wunsch nach Ferien im Ausland dürften 2010 wieder zu höheren Buchungseingängen als im Vorjahr führen: "Wir sind jetzt wieder in einer Aufschwung-Situation." Eine Verbesserung erwarte der vor allem in der zweiten Hälfte des Jahres.
Per 14. März liegen die Buchungsbestände noch auf des Stand des Vorjahres. Allerdings hätten sich die Buchungen in den letzten 12 Wochen um 4% über dem Vorjahr entwickelt. Nach wie vor würden Reisen aber kurzfristig gebucht.
2010 soll sich die niedrigere Kostenbasis auswirken. Konkrete Prognosen wollten die Verantwortlichen aber noch nicht abgeben. Dazu müsse noch der Verlauf der Sommerbuchungen abgewartet werden, sagte Katz, der am Dienstag auch seinen Rücktritt als CFO per Ende 2010 bekannt gab.
Weiterhin will Kuoni auch über Akquisitionen wachsen. Für 2010 bestehe bereits eine Pipeline mit Akquisitionszielen, sagte Rothwell. Dabei ziele Kuoni vor allem auf Objekte in den Wachstumsmärkten in Asien: Ein offenes Geheimnis sei, dass man am Ausbau der Beteiligung in China interessiert sei. Mit einem freien Cash von 316 Mio CHF hat der Konzern laut CFO Katz auch eine starke Basis für Übernahmen.
AKTIE REAGIERT VERHALTEN
Am Markt wurde das etwas über den Erwartungen der Analysten ausgefallene Ergebnis wohlwollend kommentiert. An der Börse führte das Ergebnis zunächst zu einem Kurssprung auf ein 52-Wochen-Hoch von 419 CHF, allerdings gaben die Aktien einen grossen Teil der Gewinne wieder ab. Gegen 14.55 Uhr liegen die Aktien mit 413 CHF noch um 0,1% im Plus. Der SPI liegt mit +0,01% knapp im Plus.
tp/ra

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