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Kuoni im Jubiläumsjahr 2006 mit Rekordgewinn

Der Reiseveranstalter ist in diesem Jahr schon mit 16% im Plus.

(Keystone)

Nach einem durchzogenen 2005 mit roten Zahlen meldet der Branchenleader im Schweizer Reisemarkt für das vergangene Jahr einen Reingewinn von gut 116 Mio. Franken.

Das Resultat ist die Folge der guten Weltkonjunktur, von der die gesamte Reisebrache profitierte.

Trotz zahlreicher Belastungen wie Vogelgrippe, die Anschläge in der Türkei oder die drastisch erhöhten Sicherheitsvorkehrungen in den USA weist Kuoni für 2006 einen Reingewinn aus.

Im Jahr zuvor hatten Sondereffekte wie unter anderem Buchverluste aus dem Verkauf der US-Luxusreisetochter und die Tsunami-Folgen noch zu einem Verlust von 42 Mio. Franken geführt.

"Dieses Ergebnis unterstreicht, dass wir auf dem richtigen Weg sind", erklärte Konzernchef Armin Meier. Auch für das laufende Jahr sei er zuversichtlich. Der Buchungsstand per 10. März liege im Veranstaltergeschäft 16% über dem Vorjahr.

Kuoni wolle eine Dividende von 3 Franken pro Namensaktie A und 15 Franken pro Namensaktie B vorschlagen.

Mit Ausnahmesituationen leben

2006 hätten auch der ungewöhnlich heisse Sommer oder die Fussball-Weltmeisterschaft in Deutschland die Nachfrage nach Fernreisen negativ
beeinflusst.

Jedoch hätten Reisende und Reiseanbieter gelernt, mit Ausnahmesituationen umzugehen, betonte Meier.

Operativ drückten zudem Kosten für das 100-jährige Firmenjubiläum und organisatorische Änderungen sowie akquisitionsbedingte Abschreibungen, hiess es.

Der Betriebsgewinn (EBIT) 2006 stieg deshalb nur leicht um 1,1%. Der Nettoerlös lag mit gut 4 Mrd. Franken bei einem organischen Wachstum von fast 8% leicht über den Erwartungen der Analysten.

Wieder die Nummer 1 in der Schweiz

Nachdem Kuoni im Vorjahr im Heimmarkt noch Umsatzeinbussen hinnehmen musste, legten die Erlöse im Jahr 2006 um gut 15,8% auf 981 Mio. Franken zu.

Damit sichert sich Kuoni wieder die Spitzenposition in der Schweiz: Konkurrentin Hotelplan erwirtschaftete in der Schweiz einen Umsatz von 732,40 Mio. Franken. Dank der Übernahme von Travelhouse hatte die Migros-Tochter kurzfristig die Schweizer Marktführerschaft übernommen.

Trotz grösseren Wachstums halbierte sich aber das operative Ergebnis von Kuoni in der Schweiz. Es schrumpfte wegen des flauen Badeferiengeschäfts und Anlageverlusten für das Hotel "Las Playitas" auf Fuerteventura. Der EBIT sank von 26,7 Mio. Franken auf 13,6 Mio. Franken.

Zuversicht für 2007

"Für das laufende Geschäftsjahr sind wir zuversichtlich", sagte Meier. Eine erwartete gute Konjunkturentwicklung in den Hauptmärkten werde sich positiv auf das Reisegeschäft auswirken.

"Die in vielen Ländern erhöhte Kaufkraft wird die Nachfrage nach Produkten im oberen Preissegment erhöhen."

Die Buchungen lagen Ende letzter Woche um 16% über dem Stand des Vorjahres. Am stärksten wächst das Indien-Geschäft.

Auch nach den Zukäufen von Premium- uns Spezialistenanbietern sieht sich Kuoni gut positioniert und will weiter stärker als der Markt wachsen.

"Mit über 4 Mrd. Franken Umsatz ist Kuoni gross genug, um sich erfolgreich als selbständiger Akteur zu behaupten", sagte Meier zum Schluss.

swissinfo und Agenturen

Reisen seit 1906

Die Schweizer zählen zu den reisefreudigsten Völkern der Welt.

Etwa 80% der gesamten Schweizer Bevölkerung unternimmt pro Jahr mindestens eine Reise mit drei und mehr Übernachtungen.

Bei rund einem Drittel sind es pro Jahr sogar mindestens 3 Ferienreisen.

Die Kuoni-Reisegruppe wurde 1906 von Alfred Kuoni am Zürcher Bellevue-Platz gegründet.

Bereits ein Jahr später wurde die erste geführte Kuoni-Reise nach Ägypten durchgeführt. Weitere Reisebüro-Filialen entstanden in der ganzen Schweiz.

Nach dem 2. Weltkrieg begann kontinuierlich die Expansion ins Ausland.

1951 führte Kuoni als erstes Reiseunternehmen in Europa Charterflüge nach Afrika durch.

Heute ist die Kuoni Reisen die Nummer 1 auf dem Schweizer Markt und hat Niederlassungen auf allen Kontinenten.

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