Lärm gefährdet Gesundheit

In der Schweiz leben rund 550'000 Menschen an Strassen, die einen ungesund hohen Verkehrs-Lärmpegel aufweisen. Das gefährdet die Gesundheit.

Dieser Inhalt wurde am 16. April 2008 - 16:20 publiziert

Ein Schallpegel von über 60 Dezibel, verursacht durch Strassenlärm, entspricht einer normalen Gesprächslautstärke. Da er aber dauerhaft ist, bewirke er im Körper Veränderungen bei den Hormonen, sagt Peter Kälin am "Internationalen Tag gegen den Lärm".

Laut dem Präsident der Ärzte für Umweltschutz könne dies Bluthochdruck, Herz- und Kreislaufkrankheiten oder gar Herzinfarkte auslösen. Es gebe deshalb keine Gewöhnung an den Lärm.

Vom Bauarbeiter bis zum Orchestermusiker

Auch Bahn- und Fluglärm wirke belastend. Am Arbeitsplatz sind laut der Schweizerischen Unfallverhütungs-Anstalt Suva rund 200'000 Menschen lärmgefährdet: Besonders in Baugewerbe, Industrie und der Musikbranche.

Drei Viertel aller Orchestermusiker sind, so die Suva, mindestens ein Mal von einer Hörstörung betroffen, die beruflich bedingt ist.

Kinder, die an lärmigen Strassen aufwachsen, leiden gemäss Kälin vermehrt an Kommunikationsproblemen. Sie hätten Mühe, sich zu sozialisieren und zu lernen.

Die Schweiz nahm am Mittwoch zum vierten Mal am "Internationalen Tag gegen Lärm" teil. Trägerschaft sind der Cercle Bruit, die Schweizerische Gesellschaft für Akustik, die Schweizerische Liga gegen den Lärm und die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz.

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