Schweizer Perspektiven in 10 Sprachen

Lage in Brandenburgs Hochwasserregion an der Oder entspannt sich

(Keystone-SDA) Frankfurt/Oder – Niedrigere Pegelstände und gesenkte Alarmstufen: Die Lage in Brandenburgs Hochwasserregion an der Oder entspannt sich zunehmend. In ersten Orten begannen bereits Aufräumarbeiten.
Frankfurt (Oder) senkte die höchste Alarmstufe 4 am Montag auf 3. Der südlich gelegene Landkreis Oder-Spree kündigte die Aufhebung für 18.00 Uhr an, nachdem sich die Lage dort mit sinkenden Pegelständen weiter entspannte.
In Brandenburg überstanden die Oder-Deiche das langsam zurückgehende Hochwasser offenbar weitgehend unbeschadet. Derzeit sei nicht erkennbar, dass die Deiche in Mitleidenschaft gezogen worden seien, sagte Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack (Linke) am Montag nach Angaben eines Sprechers in Potsdam.
Zum Wochenende wird mit dem Eintreffen des Hochwasserscheitels der Warthe bei Küstrin-Kietz gerechnet, sagte Frank Sonnenburg vom Hochwassermeldezentrum in Frankfurt (Oder). Das werde den Rückgang des Hochwassers verzögern.
Der Scheitelpunkt des rechten Nebenflusses der Oder floss durch Posen (Poznan), die grösste Stadt der Region, berichtete der Fernsehsender TVPInfo.
Der Pegel sei um einen Zentimeter auf 6,65 Meter gefallen, hiess es aus dem Krisenstab. Der Alarmstand sei aber weiterhin um mehr als zwei Meter überschritten, einige Strassen stünden unter Wasser. Beim Hochwasser kamen in den vergangenen zwei Wochen mindestens 22 Menschen in Polen ums Leben.
In Brandenburg sind nach Angaben des Innenministeriums noch rund 700 Hilfskräfte im Einsatz; am Wochenende waren es noch etwa 1100. An die Katastrophenschutzstellen wurden insgesamt rund 400’000 Sandsäcke ausgegeben.

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft