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Ledergerber wird Stapi

Stapi trifft Stapi: Der neue Zürcher Stadpräsident Elmar Ledergerber (r.) und der Winterthurer SP-Stadtpräsident Ernst Wohlwendt an der Wahlparty.

(Keystone)

Im zweiten Wahlgang wurde SP-Mann Elmar Ledergerber zum neuen Zürcher Stadtpräsidenten gewählt. Neu in den Stadtrat gewählt wurde Andres Türler.

Triumph für Elmar Ledergerber, dem wirtschaftsfreundlichen Sozialdemokraten und Vorsteher des Hochbau-Departementes: Er schlug seinen Widersacher, Rolf André Siegenthaler von der SVP, mit einem Stimmenverhältnis von über 3:1.

Für Ledergerber stimmten 44'315 Wahlberechtigte, den SVP-Kandidaten wollten 13'701 Wählende zum Stadtpräsidenten küren.

Damit bleibt das Stadtpräsidium in sozialdemokratischer Hand, nachdem Josef Estermann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl antrat.

Gewöhnungsbedürftiger Titel

Er müsse sich noch gewöhnen, an den Titel Stadtpräsident, sagte ein strahlender Ledergerber nach der Wahl. Er habe um seinen Sieg allerdings nicht gezittert, räumte er ein: Siegenthaler habe offensichtlich im ersten Wahlgang bereits sein ganzes Wählerpotential ausgeschöpft.

Kein absolutes Mehr im 1. Wahlgang

Im ersten Wahlgang vom 03. April hatte Ledergerber mit 38'599 Stimmen erwartungsgemäss am meisten Stimmen geholt, verpasste aber das absolute Mehr trotzdem deutlich.

Die Grüne Monika Stocker war nach dem ersten Wahlgang nicht mehr angetreten.

Neunter Sitz geht an den Freisinn

Ebenfalls ein zweiter Wahlgang wurde für den neunten und letzten Sitz im Stadtrat nötig. Diesen holte sich Andres Türler. Für den FDP-Mann votierten 25'060 Stimmberechtigte.

Er lag damit klar vor Rolf André Siegentaler von der SVP, der mit 15'844 Stimmen auf den zweiten Platz kam. Die Grüne Katharina Prelicz-Huber erreichte mit 12'188 Stimmen den dritten Rang. Der Kandidat der CVP, Thomas Kappeler, landete mit 6418 Stimmen auf Platz vier.

Links stimmt für Mitte

Die Stimmbeteiligung unterschied sich von Wahlkreis zu Wahlkreis deutlich: Am wenigsten Stimmberechtigte gingen mit 27,8 Prozent im traditionell links wählenden Kreis 4 zur Urne, wo die Grüne Prelicz nur knapp hinter Türler rangierte. Die höchste Stimmbeteiligung wurde mit 44,5 Prozent im freisinnig dominierten Kreis 7 registriert.

Im üblicherweise rechts wählenden Kreis 12 beteiligten sich 29,4 Prozent der Stimmberechtigten an der Wahl. Einzig in diesem Kreis erlangte der SVP-Kandidat Siegenthaler am meisten Stimmen von allen Kandidierenden. In allen anderen Kreisen lag Türler vorn.

Dies lässt den Schluss zu, dass er auch viele Stimmen von SP-Wählenden erhielt. Dies ist einleuchtend, hatten sich doch der abtretende SP-Stadtpräsident Josef Estermann und andere SP-Exponenten für den Freisinnigen Türler stark gemacht.

Beim ersten Wahlgang waren die sechs bisherigen Mitglieder bestätigt worden: Elmar Ledergerber (SP), Monika Weber (parteilos, früher LdU), Esther Maurer (SP), Robert Neukomm (SP), Monika Stocker (Grüne) und Kathrin Martelli (FDP). Neu zogen Martin Waser (SP) und Martin Vollenwyder (FDP) in die Exekutive ein.

Seltener 2. Wahlgang

Türler hatte bereits im 1. Wahlgang den neunten Platz erreicht, hatte aber das für die Wahl nötige absolute Mehr verpasst. Damit war erstmals seit den Dreissiger-Jahren wieder ein zweiter Wahlgang für einen Stadtratssitz notwendig geworden.

Philippe Kropf und Agenturen


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