Navigation

Lehrermangel in Teilen der Schweiz

Noch hat die Klasse in Stäfa im Kanton Zürich "ihren" Lehrer. Keystone

In mehreren Schweizer Kantonen wird auf der Real- und Oberstufe nach Lehrern und Lehrerinnen gesucht. Gute Angebote in der Wirtschaft und die steigende Belastung im Klassenzimmer veranlassen immer mehr Lehrkräfte, der Schule den Rücken zu kehren.

Dieser Inhalt wurde am 15. April 2001 - 21:31 publiziert

Zieht die Konjunktur an, verlassen die Lehrer und Lehrerinnen die Schulstube in Richtung Privatindustrie und kehren erst zurück, wenn die sichere Staatstelle wieder lockt. Das ist in der Regel bei Rezessionen der Fall.

Die Lage sei ernst, sagt Heinz Weber vom Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH). Erst nach dem offiziellen Kündigungstermin - in den meisten Kantonen dem 15. April- könne genau abgeschätzt werden, welches Ausmass der Lehrermangel annehme.

Unterschiedliche Gründe

Die Forderung des Dachverbandes LCH lautet deshalb "Guter Lohn für gute Arbeit". Eine weitere Verschlechterung der Arbeits-Bedingungen würde den Mangel an Lehrkräften verschlimmern und Qualitäts-Einbussen beim Unterricht nach sich ziehen, so Weber.

Im Kanton Aargau etwa liegt ein Grund für den Lehrermangel auch bei zahlreichen Pensionierungen im Jahr 2001, wie beim kantonalen Erziehungs-Departement zu erfahren ist. Wegen steigender Schülerzahlen wurden zudem zusätzliche Stellen geschaffen.

Auf der Suche nach Lösungen

Im Kanton Bern schlägt der Erziehungsdirektor Mario Annoni Wiedereinsteiger-Kurse für ehemalige Lehrkräfte und einen neuen Lehrgang für Berufsleute vor. Im Kanton Aargau sind im letzten Jahr bei den ersten Anzeichen eines Lehrermangels Inserate im süddeutschen Raum geschaltet worden.

Auch dem Nachwuchs soll die pädagogische Aufgabe schmackhaft gemacht werden. Im Kanton Bern zeichnen sich besonders in diesem Jahr Probleme ab: Nur 269 statt der erwarteten 760 Anmeldungen für die Lehrerausbildung sind eingegangen.

Die Anmeldefrist verlängern und verstärkte werben für den Lehrerberuf. So soll kurzfristig Abhilfe geschafft werden.

swissinfo und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Diskutieren Sie mit!

Mit einem SWI-Account erhalten Sie die Möglichkeit, Kommentare auf unserer Webseite sowie in der SWI plus App zu erfassen.

Login oder registrieren Sie sich hier.