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Plan-les-Ouates (awp) - Die Lem Holding SA hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2010/11 (per 31.12.) die Erholung fortgesetzt. Alle Eckdaten verzeichneten ein markantes Wachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, so dass das Management die Umsatzguidance für das Gesamtjahr bestätigt. Zudem soll künftig die Ausschüttungsquote auf mindestens die Hälfte des Reingewinnes erhöht werden.
In der Berichtsperiode konnte der Auftragseingang um 94% auf 268,0 (138,3) Mio CHF gesteigert werden, wie der Hersteller von Elektronik-Komponenten am Dienstag mitteilte. Der Umsatz erhöhte sich um 72% auf 218,8 (VJ 127,1) Mio CHF. Die Book-to-bill-ratio belief sich Ende des Berichtsquartals auf 1,09, verglichen mit 1,21 Ende des zweiten Quartals.
Der operative Pro Forma-EBIT stieg um 187% auf 46,0 (16,0) Mio CHF und der EBIT nach Rückstellungen für Aktienoptionspläne auf 41,0 (10,4) Mio CHF. Der Reingewinn hat sich auf 27,32 (5,49) Mio CHF knapp verfünffacht. Auf den Reingewinn gedrückt hätten allerdings Wechselkursschwankungen und "hohe Investitionen" in die Stärkung der Organisation. So sei in der Produktion, im Vertrieb, der Verwaltung und der Forschung und Entwicklung eine neue Organisation umgesetzt worden.
Mit den Zahlen ist Lem im Rahmen der Erwartungen von Helvea und der Bank Vontobel geblieben. Diese hatten für den Umsatz 218,3 bzw. 218,0 Mio CHF, für den EBIT 41,2/40,7 Mio CHF und für den Reingewinn 26,9/27,2 Mio CHF prognostiziert.
Die Ergebnisse des dritten Quartals hätten den Erwartungen entsprochen, heisst es weiter. In den vergangenen beiden Quartalen hätten die Kunden im angespannten Markt eine zuverlässige Lieferung sicherstellen wollen. Nach diesen hohen Auftragseingängen hätten sich die Bestellungseingänge inzwischen normalisiert.
In den wichtigsten Märkten rechnet das Management daher mit einer Stabilisierung der Umsätze auf einem hohen Niveau. Im Markt der erneuerbaren Energien wird hingegen in den kommenden Monaten aufgrund von Marktberichtigungen eher ein Rückgang erwartet.
Bedingt durch die deutliche Kurssteigerung der LEM-Aktie seien zusätzliche Kosten für die Aktienoptionspläne in Höhe von 5,0 Mio CHF entstanden, heisst es weiter. Hingegen sei die Steuerquote mit 25,7% deutlich tiefer ausgefallen als zuvor.
Im Industriesegment nahm der Umsatz in der Berichtsperiode um 73% auf 202,1 Mio CHF zu. Dabei blieb Europa mit einem Umsatzanteil von 54% wichtigster Markt, gefolgt von Asien mit 34% und Nordamerika mit 11%. Der operative EBIT des Bereichs stieg auf 43,7 (17,0) Mio CHF.
Im Automobilsegment stieg der Umsatz um 66% auf 16,7 Mio CHF. Der operative EBIT belief sich auf 2,3 Mio CHF. Wichtigste Märkte waren hier die USA mit einem Umsatzanteil von 53%, vor Asien mit 35% und Europa mit 12%.
Im Weiteren bestätigt das Management die mit der Präsentation des Halbjahresergebnisses abgegebene Umsatzguidance. So wird für das Gesamtjahr 2010/11 weiterhin von einem Umsatz in einer Bandbreite von 285-295 Mio CHF (2009/10: 185,5 Mio) ausgegangen. Neu wird für den operativen EBIT ein Ziel von "ca. 58 Mio CHF" genannt. Die Firmenleitung bleibe jedoch wachsam, da der finanzielle Erfolg des Unternehmens weiterhin durch Währungsschwankungen beeinflusst werde.
Zudem habe der Verwaltungsrat angesichts der guten Geschäftsaussichten und der Möglichkeit, die Fremdfinanzierung in der Bilanz zu erhöhen, die Dividendenpolitik überarbeitet. So soll die Ausschüttungsquote künftig "deutlich über 50% des konsolidierten Reingewinnes" betragen, nach 25-50% bisher, heisst es weiter.
Im Rahmen des seit 01.09.2010 laufenden, 18-monatigen Aktienrückkaufprogrammes sind per 31.12.2010 laut Mitteilung 8'250 Aktien im Wert von 2,9 Mio CHF erworben worden.
rt/cf

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