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Lenny Kravitz kam, rockte und siegte

Lenny im Zürcher Hallenstadion.

(Keystone)

Das Warten hat sich gelohnt. Der New Yorker eroberte gut gelaunt und charmant die 12'000 Fans im restlos ausverkauften Zürcher Hallenstadion.

Punkt 21.05 Uhr: Der 38-Jährige, gegen seinen Willen als "the most sexiest man alive" gehandelt, wird mit ekstatischem Gekreische empfangen. In Flicken-Jeans, Jeansweste und einen schwarzen Fransenumhang gekleidet, die obligate schwarze Sonnenbrille auf der Nase, tritt "sexy Lenny" den Beweis an, wieso dem so ist.

Charmant führt der Wuschelkopf durch ein Konzert, das alles beinhaltet, was Lenny-Fans begehren: harte Beats, Rock- und Bluesrhythmen, Soul, Funk und herzzerreissende Balladen.

Die Show konzentriert sich auf wenige Effekte: zu "Bank Robber Man" flattern Lenny-Dollars im Wert von zwei Milliarden durch die Luft, bei "Pay to Play" rattern Börsenkurse auf einer Leinwand im Hintergrund.

Bestechender Song-Mix

Im Hallenstadion brodelt es vom ersten bis zum letzten Akkord. Der Mix aus Klassikern und neuen Songs besticht: Unterstützt von einem Bassgitarristen, einem Gitarristen, einem Saxofonisten und einer Schlagzeugerin mischt Kravitz Hits vom Debütalbum "Let Love Rule" (1989) bis zum neuesten Werk "Lenny".

Der vor Elan sprühende Kravitz hat sein Publikum im Griff. Wenn er dirigiert, machen alle mit. Wie in Trance stampfen, klatschen und singen sie mit - ältere Stücke wie "Let Love Rule", "Believe" und "Again" kennt das Publikum ohnehin auswendig. Doch auch bei den neuen Songs "Dig in" oder "If I Could Fall in Love" grölt es lautstark mit.

"Zurich rhythm"

Unbestrittener Höhepunkt ist die Darbietung der Hitsingle "Stillness of Heart": Minutenlang tönt es aus 12'000 Kehlen "All that I want is stillness of heart. So I can start to find my way out of the dark and into your heart". Rote Rosen fliegen auf die Bühne.

24'000 Hände strecken sich ihm entgegen, die Finger flattern, begleitet von einem kollektiven Summen. Dem New Yorker gefällt's: "What a nice song, do it again". Und nochmal zeigen die restlos begeisterten Fans das, was Kravitz den "Zurich rhythm" nennt. Das Hallenstadion vibriert.

Schlag auf Schlag folgen "If I Could Fall in Love", "American Woman" und "Go My Way". Danach nicht endende "Lenny Lenny"-Rufe und ein Lichtermeer bei der ersten Zugabe "Believe". Bei "Again" haucht er das Versprechen ins Mikrofon, sehr bald wieder zu kommen.

Um die Fassung der Fans ist es schliesslich bei "Fly Away" endgültig geschehen: Kravitz marschiert, singend und fröhlich nach allen Seiten winkend, durchs Publikum. Gehen will eigentlich noch niemand nach fast zwei Stunden. Doch das Ende ist angesagt: Lenny Kravitz geht vor seinen Fans auf die Knie.

swissinfo und Petra Stöhr, sda

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