Leonardo Da Vinci-Ausstellung im Landesmuseum

Landesmuseum Zürich - letzte Station der erfolgreichen Da Vinci-Wanderausstellung. Keystone

Nach fünf Jahren Tournee durch vier Kontinente ist die Sonderausstellung "Leonardo da Vinci - Wissenschaftler, Erfinder, Künstler" an ihrer letzten Station, dem Landesmuseum in Zürich, angekommen.

Dieser Inhalt wurde am 31. August 2000 - 17:02 publiziert

Leonardo da Vinci (1452-1519) wird auch 400 Jahre nach seinem Tod als das grosse Universalgenie verehrt. In Kunstkreisen unbestritten sind seine Bilder, von denen "Mona Lisa" und "Das letzte Abendmahl" wohl zu den bekanntesten Werken zählen.

Künstler, Wissenschaftler, Erfinder

Doch der Künstler da Vinci war auch Erfinder und Wissenschaftler. So interessierte er sich etwa für das Innere des Menschen, sezierte diese und fertigte Zeichnungen an. Dies trotz des Verbotes der katholischen Kirche, die es strengstes untersagte, einen Menschen zu öffnen.

Da Vinci war und ist auch wegen seiner einfallsreichen Studien zu technischen Fragen auch in breiten Bevölkerungskreisen eine bekannte Grösse. Immer wieder wird er im Zusammenhang mit fliegenden Objekten als der Vorvater der Aviatik zitiert. Unzählig sind seine Skizzen und Entwürfe zu derartigen Objekten.

Nachbauten zum Anfassen

In der Wanderausstellung dominiert denn auch das populäre Werk des Universalgenies. Nebst Nachbauten verschiedener mechanischer Objekte, die beweglich und zum Anfassen sind, befinden sich 20 interaktive Multimedia-Stationen in der Ausstellung. Diese geben in rund 8'000 Bildern alles Wissenswerte über die Renaissance, Vincis Leben und Werk sowie seine Tätigkeit wider.

Darüber hinaus ist Leonardo da Vinci auch im Internet vertreten (www.leonardodavinci.ch). An mehreren Terminals kann an der Ausstellung der "virtuelle" da Vinci kennengelernt werden. Beispielsweise wird dort auch ein Fallschirmexperiment vorgestellt, das kürzlich erfolgreich durchgeführt worden ist.

Roter und grauer Teil

Die Ausstellung ist grundsätzlich in zwei Teile gegliedert: Einen roten und einen grauen. Der rote Teil beinhaltet eine Reihe von Faksimiles und Nachbauten aus dem unerschöpflichen Fundus da Vincis; im grauen Teil sind gesicherte Originalwerke und Leonardo-Zuschreibungen ausgestellt.

An 14 Orten in elf Ländern ist die Ausstellung bereits gezeigt worden. Über drei Millionen Menschen in vier Kontinenten haben die Schau, die unter anderem in Stockholm, Rotterdamm, Wien, Boston, Seoul und Pretoria zu sehen war, besucht. Es wurden sogar Zuschauerrekorde in einzelnen Museen gebrochen. Ähnliches erhofft man sich in Zürich.

swissinfo und Agenturen

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