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NÜRNBERG (awp international) - Der Kabel- und Bordnetz-Spezialist Leoni hat nach einem erfolgreichen ersten Quartal seine jüngst angehobenen Ziele für das Gesamtjahr bekräftigt. Im ersten Quartal stieg der Überschuss von 10,2 Millionen Euro im Vorjahr auf 36,6 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.
Die schon Mitte April vorab mitgeteilten Zahlen präzisierte das Unternehmen. Demnach wurde in den ersten drei Monaten des Jahres ein Rekordumsatz von 910,7 Millionen Euro sowie ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 61,4 Millionen Euro erzielt. Zum Umsatzwachstum von rund 38 Prozent trug auch der gestiegene Kupferpreis bei. Bereinigt um diesen Effekt lag die Umsatzsteigerung bei knapp 27 Prozent. An der Börse notierten die Leoni-Papiere im frühen Handel etwas schwächer.
Das von der hohen Autonachfrage getriebene Wachstum kam den Angaben zufolge aus allen Regionen und beiden Unternehmensbereichen. Die Nachfrage nach Kabelsätzen und Bordnetzen sei besonders kräftig in China sowie bei den Nutzfahrzeugherstellern gewachsen. Leoni beliefert unter anderem die Hersteller PSA Peugeot Citroen , General Motors (GM) , Daimler und Volkswagen (VW) . In der Kabelsparte profitierte Leoni unter anderem von der höheren Nachfrage nach Infotainment- und Assistenzsystemen. Zudem könne sich Leoni zunehmend als Systemanbieter positionieren, weil die Bedeutung von Serviceleistungen zusätzlich zum reinen Produkt weiter stiegen.
Positiv wirkten sich auch die während der Krise vorgenommenen Massnahmen zur Kostensenkung aus. Aufgrund von Anlaufkosten im ersten Quartal stiegen die Schulden im Vergleich zum Jahresende 2010 um 13,7 Millionen Euro auf 458,3 Millionen Euro. Damit sei der negative Effekt aber deutlich geringer ausgefallen als in vergangenen Auftaktquartalen, hiess es.
Aufgrund der hohen Nachfrage baute Leoni seine Produktionskapazitäten an Standorten in Deutschland, Osteuropa, Nordafrika und Lateinamerika aus. Die Mitarbeiterzahl stieg konzernweit um 980 auf 56.136 Beschäftigte. Davon entfielen 122 neue Stellen auf Deutschland, so dass per Ende März 3.897 Menschen im Inland beschäftigt waren. Leoni räumte ein, stärker befristete und Zeitarbeitsverträge einzugehen. Während der Krise hatte Leoni mehrere tausend Stellen abgebaut, in der Zwischenzeit wurde das Personal aber wieder deutlich aufgestockt.
Hoffnung setzt Leoni-Chef Klaus Probst in die neu gegründete Geschäftseinheit für Elektromobilität. Dort seien die ersten Serienaufträge für die Verkabelung von Elektroautos, aber auch für Ladekabel eingegangen. Leoni liefert zudem Komponenten für das Elektroauto Chevrolet Volt von GM, dessen Schwestermodell Opel Ampera zum Jahresende auf den Markt kommen soll.
Für das Gesamtjahr peilt der Autozulieferer einen Konzernumsatz von rund 3,4 Milliarden Euro und ein EBIT von etwa 210 Millionen Euro an. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Nürnberger Unternehmen einen Umsatz von knapp 3 Milliarden Euro sowie ein EBIT von rund 131 Millionen Euro.
Die Jahresprognose gelte unter der Voraussetzung, dass der Kupferpreis etwa auf dem derzeitigen Niveau bleibe sowie die Auswirkungen der Krisensituationen in Japan und Nordafrika gering blieben. Von den Katastrophen in Japan ist Leoni den Angaben zufolge nicht direkt betroffen. Produktionsunterbrechungen bei einem Hersteller hätten bislang nur geringe Folgen gehabt./dct/ksb/tw

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