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Letzter Aluminium-Recycler schliesst Tore

Immobilien statt Alu-Recycling: Die Aluminium Martigny schliesst ihre Tore. Keystone

Die Aluminium Martigny legt ihre Giesserei per Ende Jahr still und konzentriert sich auf die Verwaltung ihrer Immobilien. 67 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird auf Ende Jahr beziehungsweise Ende Januar gekündigt.

Dieser Inhalt wurde am 25. Oktober 2000 - 20:02 publiziert

Für die Betroffenen sei ein fairer Sozialplan ausgearbeitet worden, schrieb Aluminium Martigny am Mittwoch (25.10.). Die rechtzeitige Stilllegung des Werkes ermögliche, allen Verbindlichkeiten nachzukommen.

Weiterhin Interessenten gesucht

Obwohl alle bisherigen Gespräche gescheitert sind, werde weiter versucht, eine neue Investorengruppe zu finden, die die Produktion weiterführe. Die Spezialisierung und die gute Auftragslage liessen hoffen. So seien Gespräche mit zwei ausländischen Interessenten für November angesetzt, sagte Mediensprecher Thomas Hermann. Allerdings würden wohl nur Teile des Geschäfts weiterexistieren und diese dann in den jeweiligen Konzern integriert.

Mit Aluminium Martigny schliesst der einzige verbliebene Betrieb in der Schweiz, der auf Alu-Recycling spezialisiert war. Er stellte Sonderlegierungen und Spezialprodukte aus Aluminium für die Luftfahrt sowie den Fahrzeug- und Maschinenbau her.

Spätfolgen der Schliessung von Alu Münchenstein

Die Schliessung der Aluminium Münchenstein AG vor einem Jahr habe einen Forderungsausfall (Debitorenverlust) in Millionenhöhe verursacht. Der daraus entstandene Vertrauensverlust bei den Lieferanten führte zu Finanz-Engpässen.

Die Ergebnisse seien durch eine Margenerosion in den letzten Jahren sowie durch ein anhaltend ungünstiges Wechselkursverhältnis weiter belastet worden. Der Exportanteil der Aluminium Martigny betrug 70 Prozent.

swissinfo und Agenturen

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