Leuenberger bleibt hart

Bundesrat Leuenberger will an seinem Gotthard-Regime nicht rütteln. Keystone

Verkehrsminister Leuenberger hält am richtungs-getrennten Lastwagen-Verkehr im Gotthard-Tunnel fest. Mit einem Halbtax-Abo will er das LKW-Gewerbe besänftigen.

Dieser Inhalt wurde am 14. Januar 2002 - 08:52 publiziert

Einzig bei der Tarif-Gestaltung im Bahnverkehr gebe es noch einen gewissen Spielraum, sagte Leuenberger in einem Interview mit der "Neuen Luzerner Zeitung". Für fleissige Benützer der Rollenden Landstrasse schlägt der Verkehrsminister deshalb Tarif-Ermässigungen vor.

Leuenberger denkt dabei an eine Art Halbtax-Abo für alle, die ihren LKW auf die Schiene verladen. Auch die ausländischen Chauffeure könnten davon Gebrauch machen.

"Meine Verantwortung ist die Sicherheit im Tunnel"

Die richtungs-getrennte Fahrweise werde bleiben, so Leuenberger. Diesbezüglich habe er sich mit den Verkehrsministern anderer EU-Länder geeinigt. Die Sicherheits-Massnahmen seien zum Teil von der EU selber vorgeschlagen worden. Auch im Montblanc-Tunnel soll nach der Wiedereröffnung der richtungsgetrennte Camionverkehr eingeführt werden.

Seit einer Woche ist der Gotthard-Tunnel für Lastwagen wieder geöffnet. Allerdings dürfen die schweren Brummer jeweils nur in eine Richtung verkehren. Zusätzlich muss ein Sicherheitsabstand eingehalten werden. Das Lastwagen-Gewerbe beklagt sich über die langen Wartezeiten und spricht von einem Chaos.

"Nach einer Woche von einem gescheiterten Sicherheitssystem zu sprechen, finde ich nicht angebracht", entgegnete Leuenberger im Zeitungsinterview.

swissinfo

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