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LI/Auch Liechtenstein steckt tief in der Rezession

Dieser Inhalt wurde am 09. Oktober 2009 - 16:20 publiziert

Vaduz (awp/sda) - Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise hat auch das Fürstentum Liechtenstein voll getroffen. Die Umsätze der grösseren Unternehmen und die Warenexporte brachen im ersten Halbjahr 2009 massiv ein, das Beschäftigungswachstum wurde gestoppt.
Die Verkaufserlöse von 20 grösseren ausgewählten Unternehmen reduzierten sich im ersten Halbjahr 2009 um 25%. Besonders stark traf es den Industriesektor mit einem Umsatzverlust von 31% gegenüber dem ersten Semester 2008, wie das Amt für Statistik am Freitag mitteilte.
Die Warenexporte schrumpften im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um knapp 32%. Auch in den Monaten Juli und Augst war noch keine Erholung erkennbar. Der Rückgang der Aufuhren war in europäische Länder, in die USA und nach Asien in etwa gleich stark.
Das betreute Kundenvermögen der drei grössten Banken wuchs dank der positiven Börsenentwicklung gegenüber dem Stand von Ende 2008 um 4,6% auf 164 Mrd CHF. Der Netto-Geldabfluss hielt aber an und belief sich für die Landesbank, die LGT Bank und die VP Bank auf insgesamt 3 Mrd CHF. Immerhin fiel der Geldabfluss leicht geringer aus als im zweiten Halbjahr 2008, als er 3,5 Mrd CHF betrug.
Die Beschäfigungslage stagnierte nach einer sechsjährigen Wachstumsphase. Von Mitte 2008 bis Mitte 2009 erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten um 0,1% auf rund 33'400. In der Industrie kam es zu einem Personalabbau von rund 500 Beschäftigten. Die Arbeitslosenquote stieg von 2,1% im September 2008 auf 3% per Ende September 2009.
Die Aussichten sich laut dem Amt für Statistik durchzogen. International mehrten sich zwar die Hinweise, dass der Tiefpunkt der Rezession überwunden sein könnte. Es bestünden jedoch erhebliche Risiken, welche die Erholung bremsen könnten. Wegen der Exportabhängigkeit werde sich ein Aufschwung der Liechtensteiner Volkswirtschaft erst bei einer Belebung der Weltwirtschaft einstellen.
cc

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