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Tripolis (awp/sda/afp/apa/dpa) - Zwei Tage nach Beginn der Militäraktion der Alliierten gegen Libyen haben die libyschen Aufständischen am Montag gegenüber den Regierungstruppen wieder an Terrain gewonnen. Nachdem Benghasi wieder Gaddafi-frei ist, konzentrierten sich die Kämpfe auf Aschdabija.
Wie AFP-Reporter berichteten, sammelten sich Hunderte von Rebellen vor Aschdabija mit dem Ziel, die Stadt zurückzuerobern. Offenbar angespornt durch die über ihnen fliegenden Jagdbomber der internationalen Koalition, näherten sich die Rebellen Aschdabija bis auf eine Entfernung von fünf bis zehn Kilometern.
Bewaffnet waren die Angreifer mit Katjuscha-Raketen und auf Lastwagen montierten Flugabwehrgeschützen. Als die Regierungseinheiten die Rebellen mit schwerer Artillerie beschossen, ergriffen diese jedoch ungeordnet die Flucht.
Ab Montag verfolgte das Bündnis um die USA, Frankreich und Grossbritannien das Ziel, den Nachschub für Gaddafis Armee zu unterbrechen. Auf der Strecke zwischen Benghasi und Aschdabija waren Dutzende durch Luftangriffe zerstörte Panzer der Regierungstruppen zu sehen.
Trotz angeblicher Waffenruhe attackierten Gaddafis Truppen am Montag Stellungen der Rebellen in der Stadt Al-Sintan. Das berichtete der Sender Al-Arabija unter Berufung auf Augenzeugen.
Nach Berichten von Oppositionellen und arabischen Medien soll Chamies al-Gaddafi, ein Sohn des Machthabers, Opfer eines Kamikaze-Piloten geworden sein. Er sei an den Folgen schwerer Brandverletzungen gestorben, die er erlitten habe, als ein Deserteur der libyschen Luftwaffe vor einigen Tagen mit seinem Kampfjet absichtlich auf den Stützpunkt Bab al-Asisija stürzte.
Die westliche Militärallianz hatte in der Nacht auch einen gezielten Angriff auf Tripolis geflogen. Dabei wurde ein militärisches Gebäude im Komplex von Gaddafis Residenz im Süden der Hauptstadt von einer Rakete getroffen und vollständig zerstört.
Ein libyscher Regierungssprecher sprach von einer "barbarischen Bombardierung, die hunderte Zivilisten hätte treffen können". Das Gebäude, bei dem es sich nach Angaben des westlichen Bündnisses um ein Kommandozentrum handelte, lag rund 50 Meter von dem Zelt entfernt, in dem Gaddafi häufig offiziellen Besuch empfängt.
Der britische Generalstabschef David Richards schloss einen britischen Militärangriff zur Tötung von Muammar al-Gaddafi aus. Gaddafi gehöre "absolut nicht" zu den Zielen der britischen Streitkräfte, sagte er am Montag in London der BBC. Die UNO-Resolution 1973 erlaube dies nicht.
Gaddafi selber überraschte mit einer weiteren, unerwarteten Propaganda-Aktion. Er rief zu einem "grünen Marsch" in Richtung Benghasi auf. Die "Demonstranten", zu denen Abgeordnete der verschiedenen Stämme des Landes gehören sollten, würden sich "mit Olivenzweigen in der Hand" in friedlicher Absicht auf dem Weg in die Stadt im Osten machen.
Aus Libyen sind nach Beobachtung der Vereinten Nationen seit Beginn der alliierten Luftangriffe am Samstag weniger Menschen geflohen als in den Wochen zuvor. Der Flüchtlingsstrom sei in den 48 Stunden seit Samstag deutlich geringer geworden, berichtete am Montag das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR in Genf.
Bei jenen 191 auf Sizilien gelandete Migranten, die sich bei ihrer Ankunft als libysche Kriegsflüchtlinge bezeichnet hatten, handelte es sich um Menschen aus Ägypten. Die Migranten, die an Bord von zwei Booten bei Catania gelandet waren, hatten den Behörden berichtet, vor dem Krieg in Libyen geflohen zu sein.
dl

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