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Lichterkette als stiller Protest gegen "Kulturverhinderung"

Die Lichterkette von Berner Kulturorganisationen am Ufer der Aare in der Stadt Bern. KEYSTONE/ANTHONY ANEX sda-ats
Dieser Inhalt wurde am 30. November 2020 - 20:20 publiziert
(Keystone-SDA)

Unter dem Titel "Schweigen für die Kultur" haben am Montagabend in Bern zahlreiche Menschen mit einer Lichterkette gegen die "nicht nachvollziehbaren" Ungleichbehandlungen bei den Corona-Massnahmen protestiert.

Zur Aktion aufgerufen hatten rund 50 Berner Kulturorganisationen. Die Teilnehmenden stellten sich mit Kerzen und Fackeln ans Ufer der Aare und bildeten so eine Lichterkette vom Altenbergsteg über den Bärenpark bis zum Schwellenmätteli.

Mit dem stillen Protest wehrten sich die Demonstrierenden gemäss Mitteilung dagegen, dass die Kultur "trotz nachweislich erfolgreichen" Schutzkonzepten zum Schweigen gebracht worden sei, während für Wirtschaftsbetriebe offensichtlich andere Massstäbe gälten.

Die Kulturveranstalter fordern vom Bund und vom Kanton Bern ein "deutliches Bekenntnis zur Systemrelevanz von Kultur" sowie die schnelle und transparente Umsetzung von Unterstützungsmassnahmen. Im Kanton Bern müssen Museen, Kinos und Konzertlokale noch bis mindestens 14. Dezember ganz geschlossen bleiben.

Die Teilnehmenden an der bewilligten Kundgebung trugen Masken und hielten Abstand. Organisiert wurde das "Kulturschweigen" unter anderem von Konzert Theater Bern, der Dampfzentrale, dem Yehudi Menuhin Forum, der Hochschule der Künste und Festivalveranstaltern.

https://kulturschweigen.ch/

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