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Lieber mitmachen als bezahlen

Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer wollen ihre Verbundenheit mit der Expo durch ihr Engagement am Auslandschweizertag leben, nur zu spenden behagt ihnen weniger.

(Keystone)

Gönnerbeiträge in Millionenhöhe erhoffte sich die Expo aus der Fünften Schweiz. Geflossen sind weniger als 200'000 Franken.

Begonnen hat die Fundraising-Aktion vor rund dreiviertel Jahren aus Expo-Sicht vielversprechend: Via Botschaften und Konsulate wurden 2500 Faltprospekte der Sponsoring-Abteilung innert kurzer Zeit rund um die Welt verteilt.

"Schicken Sie einen Gruss aus der Ferne an die Expo.02", ermunterte der Prospekt Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, für die Landesausstellung ihrer früheren Heimat doch tüchtig in die Tasche zu langen.

Spendefreudige - die Aktion dauert weiter an - können zwischen drei Sponsoring-Produkten wählen: Sie können zum Beispiel in einen Fonds einzahlen (Beteiligung ab 1000 Franken). Als Gegenleistung wird ein Zertifikat sowie ein symbolisches Geschenk versprochen.

Weitere Möglichkeit: Mit 50'000 Franken den Auftritt einer Musikgruppe finanzieren. Anhand einer Liste darf der Gönner die von ihm unterstützte Gruppe auswählen. Als Dankeschön von Seiten der Expo werden zudem Eintrittstickets und Event-Gutscheine versprochen.

Dritte Variante: Für 10'000 Franken einem Kind aus dem Ausland einen Aufenthalt von ungefähr 10 Tagen in der Schweiz ermöglichen, samt Expo-Besuch.

Ganz anders als erwartet

Die Kampagne richtet sich an sogenannte "rich individuals", wie Beat Heuberger, Direktion Partnerschaften, sagt. Gerade bei den Fonds-Spenden sei nicht nur bei Auslandschweizern, sondern auch in der Schweiz selbst geworben worden. Zwischen 2,5 und 5 Millionen Spendegelder habe die Expo insgesamt erwartet.

Die Bilanz nun kurz vor der Eröffnung: Anstatt von Millionenbeträgen ist im Bereich Fonds laut Heuberger ein Betrag von rund 200'000 Franken zusammengekommen. Niemand wollte für 50'000 Franken eine Musikgruppe finanzieren, beim Kinderprojekt lasse sich noch nichts Konkretes sagen. "Wir sind noch weit unter den Erwartungen", so Beat Heuberger.

Lieber direktes Engagement

Laut Roy Oppenheim, auch er von der Direktion Partnerschaften, sind es einige Dutzend Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, welche bei der Fundraising-Aktion mitgemacht haben. Nicht erstaunt über diese Zahl ist Gabrielle Keller, Expo-Verantwortliche bei der Auslandschweizerorganisation (ASO). Die Auslandschweizer, so sagt sie, verstehen ihren Beitrag für die Expo eher auf einer "ideellen Ebene".

"Wir haben im Zusammenhang mit dem Auslandschweizertag der Expo die Erfahrung gemacht, dass das Engagement der fünften Schweiz enorm ist", betont sie. Die ASO sei überhäuft worden mit Anfragen, in welcher Form man mitmachen und auch dabei sein könne.

Was das Fundraising-Projekt angehe, so hätten dort einfach die Zeit und die personellen Mittel gefehlt, um vor Ort Überzeugungsarbeit leisten zu können. Beim Sponsoring stellen sich nach Gabrielle Kellers Ansicht bei Auslandschweizern dieselben Probleme wie in der Schweiz selbst: "Es ist sehr schwierig zu Sponsorengeldern zu kommen, aber die Verbundenheit ist gross."

Kathrin Boss Brawand


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