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Liebesgeschichte zwischen Cup und FC Sion

Wird die Walliser Fahne am Ostermontag auch nach dem Spiel noch siegesgewiss geschwenkt?

(Keystone Archive)

Am Ostermontag begegnen sich bei der 81. Auflage des Schweizerischen Fussball-Cupfinals der FC Sion und die Berner Young Boys im Stade de Suisse.

In neun Finalspielen dieses 1925 gegründeten Wettbewerbs hat Sion neun Mal den begehrten Cup ins Wallis geholt.

Die Liebesgeschichte zwischen dem FC Sion und dem Schweizer Cup begann 1965: Erster Final und erster Gewinn gegen den FC Servette (2:1). Von diesem Moment an war die Walliser Magie in diesem Ausscheidungswettbewerb mit dabei.

Immer unterstützt durch ein Meer von rot-weiss gekleideten Anhängern hat sich das Walliser Team mit aussergewöhnlicher Charakterstärke unter oft schwierigen Bedingungen behaupten können.

Die Erinnerung an 1991

Viele erinnern sich noch an den 20. Mai 1991. Bei einem Halbzeitrückstand von 2:0 konnten die Walliser dank zwei 20-jährigen Neuzugängern das Steuer noch herumreissen.

Die zwei Jungen, Alexandre Rey und David Orlando, gelang es in kurzer Zeit, drei Tore zu erzielen und den Tagesgegner, die Young Boys, zu schlagen.

Es sind nun fünfzehn Jahre her, seit die beiden Clubs im Cupfinal aufeinander getroffen sind. Die Erinnerungen daran halten sich jedoch hartnäckig.

"Wir wollen unseren Vorgängern Ehre erweisen indem wir es wie sie machen! Man geht in den Final um zu gewinnen", sagte der Trainer des FC Sion, Christoph Roulin, in der Tageszeitung Le Matin.

Bei dieser zehnten Teilnahme geht der FC Sion nicht mit den besten Karten ins Spiel. Der Club spielt in der zweiten Division, der Challenge Leage, wo er sich seit seiner Relegation im Jahr 2001 befindet, und muss gegen den Dritten der Ersten Division, der Super League antreten.

Die Rückkehr des Finals nach Bern

Der Berner Club glänzt in der Meisterschaft und erwartet, einen weiteren Eintrag in seine Cup-Geschichte zu machen, 20 Jahre nach seinem Cup-Gewinn gegen Servette – nach Verlängerung.

Ausser der Tatsache, eine der besten Mannschaften des Landes zu sein, dürfen die Spieler unter Trainer Gernot Rohr auch auf ihrem eigenen Rasen anzutreten.

In Bern (im ehemaligen Wankdorf) wurde ohne Unterbruch von 1937 bis 2000 gespielt. Die folgenden fünf Jahre wurde der Cupfinal im Basler St. Jakob-Stadion ausgetragen.

Dieses Jahr kehrt das grosse Ereignis nun wieder in die Schweizer Hauptstadt zurück, ins Stade de Suisse. Nach den Champions-League-Spielen des FC Thun und dem Zusammentreffen der türkischen Nationalelf mit der Schweizer Nationalmannschaft werden die Mauern unter den Anfeuerungs-Gesängen der Heimmannschaft und den rot-weissen Walliser-Supportern vibrieren.

Am Ostermontag, werden rot-weiss und schwarz-gelb die dominierenden Farben sein. Jeder Club hat 11'800 Eintrittskarten für seine Anhänger erhalten. Der Rest der 30'000 Plätze ist für die Fussball-Familie reserviert (Clubs, Spieler, Trainer, Freunde, usw.) und nicht zuletzt auch für die Sponsoren.

swissinfo Mathias Froidevaux
(Übertragung aus dem Französischen: Etienne Strebel)

Fakten

Die Gewinner des Schweizer Cups seit 1995:

2005 FC Zürich
2004 FC Will
2003 FC Basel
2002 FC Basel
2001 FC Servette
2000 FC Zürich
1999 FC FC Lausanne-Sport
1998 FC Lausanne-Sport
1997 FC Sion
1996 FC Sion
1995 FC Sion

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In Kürze

Der FC Sion und die Berner Young Boys sind sich bis jetzt zwei Mal an einem Schweizer Cupfinal gegenüber gestanden – 1980 und 1991.

Die Young Boys haben den Schweizer Cup sechsmal gewonnen (1930, 1945, 1953, 1958, 1977, 1987). An fünf Finalteilnahmen wurden die Berner geschlagen (1929, 1956, 1979, 1980 und 1991).

Der Schweizer Cup wurde1925 gegründet. Seit 1926 wird er jährlich ausgetragen. Seine Vorgänger waren der Anglo Cup von 1910 bis 1913 und dann der Och Cup 1921, 1922, 1925.

Der Schweizer Cup (seit 2003 Swisscom Cup) wird nach dem Tennis-Turnier-Prinzip gespielt: Nur der Sieger eines Matches kommt weiter, der Verlierer scheidet aus.

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