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LifeWatch Q1: Umsatz- und Gewinneinbruch - Erstmals Mittelfrist-Ziele (AF)

Dieser Inhalt wurde am 11. Mai 2010 - 09:00 publiziert

(Meldung durchgehend ergänzt)
Schaffhausen (awp) - LifeWatch hat im ersten Quartal 2010 unter dem schwierigen Umfeld bei den Rückerstattungstarifen gelitten. Entsprechend brach der Umsatz ein und die Anbieterin von medizinischen Überwachungsdienstleistungen rutschte in die roten Zahlen. Diese negative Entwicklung hatte LifeWatch im Rahmen einer Gewinnwarnung bereits vor gut einer Woche vorweggenommen. Mit den detaillierten Zahlen liefert die an der SIX Swiss Exchange kotierte Medizinaltechnikerin nun auch einen mittelfristigen Ausblick.
Im Startquartal 2010 sank der Umsatz um 20% auf 22,4 Mio USD. Der Rückgang beruhe hauptsächlich auf der allgemeinen Tarifreduktion und auf der Nichtzahlung von ACT-Leistungen seitens einer kleinen Anzahl Versicherern, die aber eine bedeutende Anzahl von Versicherten betreffe. "Diese Zahlungsverweigerung war nicht zu erwarten und ist einer der Hauptgründe für unsere enttäuschenden Resultate für das erste Quartal", teilte LifeWatch am Dienstag mit.
Der Umsatzrückgang führte zusammen mit einer einmaligen Abschreibung auf Lagerbeständen in Höhe von 1,5 Mio USD zu einem Betriebsverlust (EBIT) von -4,0 (VJ +5,6) Mio USD. Unter dem Strich resultierte ein Reinverlust von 1,1 Mio USD, nach einem Vorjahresgewinn von 11,0 Mio.
LifeWatch habe mit den betreffenden Versicherern Kontakt aufgenommen, um die relevanten Einsprüche geltend zu machen und um so wieder für alle Patienten so rasch wie möglich eine umfassende Versicherungsdeckung der ACT-Leistungen sicherzustellen, heisst es.
Überschattet von der Rückerstattungsproblematik hat das Unternehmen auch positive Entwicklungen verzeichnet. So haben sich die Patientenregistrierungen gegenüber dem Vorjahr um 37% erhöht und der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit um 38% auf 6,2 Mio USD.
Unter Führung des kürzlich ernannten CEO Brent Cohen hat LifeWatch die bisherig Wachstumsstrategie aktualisiert. Über die Jahre habe das Unternehmen eine Servicemanagement-Plattform entwickelt, die sich breit für die Fernüberwachung von Patienten nutzen lasse. Infrastruktur und Technologie, die klinischen Ressourcen und das Beziehungsnetz zu den Krankenversicherern erlaubten dem Unternehmen nun die effiziente Expansion in zahlreiche neue Überwachungsmärkte.
Folglich will das Unternehmen die bestehenden Dienstleistungen, also die Herzfernüberwachung und die Schlafanalyse zuhause, erweitern. Daneben sollen neue Bereiche und neue geografische Märkte für die Fernüberwachung von Patienten identifiziert werden.
Bis 2015 erwarte LifeWatch ein Umsatzvolumen von 500 Mio USD bei einer EBIT-Marge von 20 - 25%, zu dem alle anvisierten Bereiche ihren Beitrag leisten sollen, nennt das Unternehmen erstmals einen mittelfristigen Ausblick.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen aber, dass das Umfeld der Rückerstattungstarife kurzfristig anspruchsvoll bleiben werde. Daher sei ein Umsatz von 100 bis 105 Mio USD und ein Betriebsgewinn (EBIT) von 1 bis 3 Mio USD zu erwarten.
Man sei aber davon überzeugt, dass die ACT-Leistungen das ganze Jahr hindurch "substanziell" wachsen werden und dass die Expansion von NiteWatch im Markt vorangetrieben werden könne. Als Teil der langfristigen Wachstumsstrategie werde "vorsichtig" in neue Services und neue geografische Märkte investiert. Durch die gemeinsamen Anstrengungen der bisherigen und auch neu eingestellten Teammitglieder werde man "rasch zur Profitabilität zurückkehren" und gleichzeitig die Basis für die Expansion in andere lukrative Märkte der Zukunft legen.
In separaten Mitteilungen gab LifeWatch am Dienstag das Ausscheiden von Reuven Freudinger, Vice President Business Development & Global Marketing, bekannt. Gleichzeitig wurden Produkteneuheiten angekündigt, wie das Patientenüberwachungsangebot AF TeleClinic für Patienten mit Vorhofflimmern oder den ECG Report TeleViewer für die iPad-Geräte von Apple.
ch/cf

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