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(Neu: Aussagen aus der Telefonkonferenz, Analystenstimme)
MÜNCHEN (awp international) - Die Geschäfte des Gaseherstellers Linde laufen wieder auf Hochtouren. Nach kräftigen Zuwächsen bei Umsatz und Gewinnen im ersten Halbjahr peilt Linde für 2010 ein neues Rekordergebnis (EBITDA) an. Die weltweite Wirtschaftskrise hatte Linde wie auch seine Konkurrenten noch vor einem Jahr kalt erwischt. "Es geht weiter aufwärts, weltweit haben wir im Verlauf des zweiten Quartals zunehmend einen Nachfrageanstieg gesehen", sagte Konzernchef Wolfgang Reitzle am Montag in München. "Wir blicken recht zuversichtlich auf die kommenden Monate." Die Nachfrage vor allem in Asien, insbesondere in China, brummt wieder, aber auch Nordamerika und Westeuropa erholen sich zunehmend.
Für das laufende Geschäftsjahr präzisierte der Linde-Chef seinen Ausblick. "Wir sind auf einem guten Weg, das operative Konzernergebnis überproportional zu verbessern und dabei das Rekordjahr 2008 zu übertreffen." Bislang waren die Münchener lediglich von einem Umsatz- und Ergebnisanstieg im Vergleich zum Krisenjahr 2009 ausgegangen. Dabei sollte der Zuwachs beim operativen Konzernergebnis überproportional ausfallen. Die Quartalszahlen kamen an der Börse gut an. Die Aktie verteuerte sich bis zum Nachmittag um 3,62 Prozent auf 93,21 Euro und setzte sich damit an die Dax-Spitze .
HALBJAHRESERGEBNIS BEREITS AUF REKORD
Nach sechs Monaten erreichte Linde mit 1,396 (Vorjahr: 1,104) Milliarden Euro einen neuen Spitzenwert beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Das war ein Plus von mehr als einem Viertel im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009. Traditionell liege der operative Gewinn in der zweiten Jahreshälfte über dem der ersten sechs Monate, sagte Finanzchef Georg Denoke während einer Telefonkonferenz mit Analysten. Dies werde auch für dieses Jahr gelten. Unter dem Strich blieben nach Minderheiten 445 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte Linde nur 248 Millionen Euro verdient. Die operative Konzernmarge erhöhte sich auf 22,9 Prozent. Der Umsatz kletterte in den ersten sechs Monaten um 11,5 Prozent auf 6,104 Milliarden Euro.
Mit seinen Zahlen übertraf Linde die Schätzungen der Experten. Analyst Stephan Kippe von der Commerzbank zeigte sich vor allem von der operativen Marge deutlich positiv überrascht. Aber auch die übrigen Zahlen hätten seine Schätzungen übertroffen. Dazu beigetragen hätten sowohl eine höhere Kapazitätsauslastung als auch Kostensenkungen. Auch der französische Konkurrent Air Liquide konnte im ersten Halbjahr Umsatz und Ergebnisse deutlich verbessern.
Neben einem deutlich besseren Geschäft setzt Reitzle auch weiterhin aufs Sparen. Auf die weltweite Wirtschaftskrise hatte Linde im vergangenen Jahr mit der beschleunigten Umsetzung seines Programms HPO - High Performance Organisation - reagiert. Mit dem bereits 2008 eingeleiteten Sparprogramm wollen die Münchener die Kosten bis 2012 insgesamt um 650 bis 800 Millionen Euro drücken. 2009 sparte Linde 300 Millionen Euro ein und strich knapp 4.200 Stellen weltweit. Das Unternehmen beschäftigte Ende März 47.683 Mitarbeiter.
STARKE NACHFRAGE NACH GASEN
Den stärksten Zuwachs verzeichnete Linde mit seinem grössten Geschäft Gase. Der Umsatz zog um 13,4 Prozent auf 4,931 Milliarden Euro an. Der operative Gewinn erhöhte sich um 17,5 Prozent auf 1,337 Milliarden Euro. Dazu beigetragen haben fast alle Regionen. Das grösste Plus verzeichnete aber wie bereits in den Vorquartalen die Region Asien und insbesondere China. Im laufenden Jahr will Linde in dem Geschäftsbereich den Umsatz steigern und sein Rekordergebnis von 2008 übertreffen. Im Vorkrisenjahr hatte der Konzern in der Sparte ein operatives Ergebnis von 2,417 Milliarden Euro ausgewiesen.
In der kleineren Sparte Anlagenbau spürte Linde im ersten Halbjahr ein "leichtes Anziehen" der Nachfrage in den vier grossen Geschäftsfeldern Olefin-, Erdgas-, Luftzerlegungs- sowie Wasserstoff- und Synthese-Anlagen. Der Umsatz erreichte mit 1,095 (Vorjahr: 1,113) Milliarden Euro nahezu das Niveau des Vorjahres. Das operative Ergebnis verbesserte sich um mehr als ein Drittel auf 123 Millionen Euro. Die operative Marge kletterte auf 11,2 Prozent (Vorjahr: 8,1 Prozent). 2010 will Linde den Umsatz auf Vorjahreshöhe halten. Die operative Marge soll hingegen den Vorjahreswert von 8 Prozent übertreffen./mne/nmu/he

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