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Linde-Chef will Investitionen trotz Schulden auf hohem Niveau halten

Dieser Inhalt wurde am 07. Dezember 2009 - 09:00 publiziert

DÜSSELDORF (awp international) - Der Gasehersteller und Anlagenbauer Linde setzt statt raschem Abbau der Schulden weiter auf Investitionen. "In diesem Jahr werden die Investitionen zwar um etwa zehn Prozent sinken, sie liegen damit aber immer noch auf einem hohen Niveau", sagte Unternehmenschef Wolfgang Reitzle dem "Handelsblatt" (HB/Montag). 2008 nahm Linde Reitzle zufolge 1,5 Milliarden Euro für Investitionen in die Hand. Wegen der Übernahme des britischen Konkurrenten BOC im Jahr 2006 sitzt Linde auf einem Schuldenberg von 6,4 Milliarden Euro.
Reitzle will die Schulden schrittweise aus dem Cash Flow tilgen. "Wir könnten zwar auf die Bremse treten und die Verschuldung zurückfahren, aber wir sollten uns für die Zukunft rüsten. Ich sehe auch nicht, dass der Kapitalmarkt von uns eine Kürzung der Investitionen erwartet." Reitzle begründete dies damit, dass das Linde-Geschäft "langfristig und nachhaltig ausgerichtet" sei. "Unsere Anlagen werden über 15 Jahre abgeschrieben, wir denken nicht von Quartal zu Quartal. Würden wir drei Jahre auf die Investitionsbremse treten, hätten wir vielleicht kurzfristig bessere Ergebnisse, aber langfristig ein Problem."
Grösste Wachstumschancen sieht Reitzle in Asien und in Südamerika. Auch in Osteuropa gebe es Potenzial, wobei sich die mittelfristigen Perspektiven etwas verschlechtert hätten. Grössere Transaktionen stünden derzeit nicht an. "Aber wir kaufen hin und wieder im kleineren Rahmen zu, etwa im Bereich Healthcare. Die Volumina bewegen sich da bei fünf bis zehn Millionen Euro."/ne/tw

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