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Zürich (awp) - Die Liechtensteinische Landesbank AG (LLB) hat im Geschäftsjahr 2009 die anhaltende Steuerdiskussion und die Steueramnestien verschiedener Länder zu spüren bekommen. Das Institut musste deshalb erneut einen Neugeldabfluss hinnehmen. Die Kundenvermögen erhöhten sich indes dank der günstigen Entwicklung der Finanzmärkte deutlich. Unter dem Strich erzielte die Bank einen gegenüber dem Vorjahr um 20% höheren Konzerngewinn.
Auch die LLB könne sich internationalen Krisen nicht entziehen, wird VR-Präsident Hans-Werner Gassner in der Mitteilung vom Dienstag zitiert. Vor diesem Hintergrund sei die Bank mit dem Resultat 2009, das im Rahmen der eigenen Erwartungen ausgefallen sei, zufrieden.
Die anhaltende Steuerdiskussion hat gemäss LLB die Akquisition von Neukunden erschwert und Steueramnestien in verschiedenen Ländern führten zu Abflüssen. Dies schlug sich in einem Abfluss von Neugeld im Umfang von 1,0 Mrd CHF nieder, nachdem bereits im Vorjahr Kunden Gelder im Umfang von netto 0,6 Mrd CHF abgezogen hatten.
Dank der günstigen Entwicklung der internationalen Finanzmärkte erhöhten sich die Kundenvermögen innert Jahresfrist um 7,4% auf 49,5 Mrd CHF. Die performancebedingte Vermögenszunahme betrug dabei 4,4 Mrd CHF. Die Analysten hatten im Schnitt mit Kundenvermögen im Umfang von 48,9 Mrd CHF gerechnet.
Aufgrund des Rückgangs der durchschnittlichen Kundenvermögen und der Verunsicherung der Anleger verminderte sich der Erfolg im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 12,0% auf 236,0 Mio CHF. Allerdings sei in der zweiten Jahreshälfte eine Verbesserung erzielt worden und der Erfolg habe sich gegenüber dem ersten Semester um 15,3% erhöht, schreibt die LLB.
Aufgrund des niedrigen Zinsumfeldes entwickelte sich der Erfolg des Zinsgeschäft ebenfalls negativ. Dieser sank um 20,0% auf 194,4 Mio CHF.
Das Handelsgeschäft verbuchte einen Erfolgsrückgang von 28,0% auf 26,1 Mio CHF. Der Erfolg aus Finanzanlagen belief sich auf 33,2 Mio nach einem Verlust von 16,9 Mio CHF im Vorjahr und der Anteil am Erfolg assoziierter Unternehmen auf 30,9 Mio CHF nach -67,5 Mio CHF im Vorjahr.
Der Geschäftsertrag erhöhte sich insgesamt um 10,1% auf 529,3 Mio CHF und erreichte damit gemäss Mitteilung den zweithöchsten Wert der Unternehmensgeschichte.
Die Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste betrugen 47,1 Mio CHF. Dabei betrafen 34,0 Mio CHF eine aus einem Akkreditivgeschäft resultierende Forderung gegenüber einer Bank.
Der Geschäftsaufwand stieg um 6,4% auf 333,5 Mio CHF. Die Cost/Income-Ratio verbesserte sich auf 63,0 (65,2)%. Unter dem Strich verblieb ein Reingewinn vor Minderheiten von 181,0 Mio CHF (+20,2%), was leicht unter den Erwartungen der Analysten von 187,0 Mio CHF lag.
Das Eigenkapital, das den Aktionären der LLB zusteht, belief sich per 31. Dezember 2009 auf 1,7 Mrd CHF (+6,0%) und die Eigenkapitalrendite 10,8 (9,2)%. Die Tier-1-Ratio liege mit 13,7 (13,5)% über der gesetzlichen Mindestanforderung von 8%.
Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung die Zahlung einer unveränderten Dividende in der Höhe von 3,40 CHF vor.
Für das laufende Jahr zeigt sich das Institut vorsichtig. Angesichts der Unsicherheiten bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung sei eine Prognose für den Geschäftsverlauf 2010 schwierig, heisst es in der Mitteilung. In der Annahme, dass die Finanzmärkte sich weiterhin stabil entwickeln und die wirtschaftliche Erholung anhält, erwarte die LLB-Gruppe ein Ergebnis im Rahmen des Vorjahres.
Bei der Gewinnung von Neugeld gehe die LLB-Gruppe für 2010 von einer Trendwende aus. Die Entwicklung des Netto-Neugeldes in den ersten beiden Monaten bestärke sie in dieser Einschätzung, heisst es weiter.
sig/gab

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