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Vaduz (awp) - Die Liechtensteinische Landesbank (LLB) hat im Geschäftsjahr 2010 deutlich weniger verdient als im Vorjahr. Belastet wurde das Ergebnis durch die Zinsentwicklung sowie die Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber Euro und US-Dollar. Das Institut verzeichnete aber wieder einen Zufluss neuer Kundengelder, nachdem im Vorjahr noch Gelder abgeflossen waren. Für das laufende Jahr erwartet die LLB ein Ergebnis über dem Wert des Vorjahres.
Obwohl die Akquisitionsleistung "ausserordentlich gut" gewesen sei, könne man mit dem finanziellen Resultat 2010 nicht zufrieden sein, sagt VR-Präsident Hans-Werner Gassner in der Mitteilung. Die Zinsen seien entgegen den eigenen Erwartungen auf einem historisch tiefen Wert geblieben. Zudem sei das Marktumfeld im Kreditgeschäft weiter äusserst kompetitiv geblieben, so dass die Zinsmargen unter Druck geblieben seien.
Der Erfolg des Zinsengeschäfts verminderte sich deshalb um knapp 10% auf 175,2 Mio CHF. Allerdings sei der Zinserfolg im zweiten Semester 5,1% über dem Wert des ersten Halbjahres gelegen, so die Bank weiter.
Die Unwägbarkeiten an den Finanzmärkten haben auch negative Spuren im Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft hinterlassen: Der Erfolg sank um 5,1% auf 224,0 Mio CHF. Der Handelserfolg stieg dagegen um 5,2% auf 27,5 Mio CHF.
Die Aufwertung des Frankens führte zu einem Buchverlust in den eigenen Finanzanlagen. Das Finanzergebnis, das bei der LLB-Gruppe direkt über die Erfolgsrechnung verbucht wird, belief sich zusammen mit dem Anteil am Erfolg an assoziierten Unternehmen auf ein Minus von 3,4 Mio CHF, verglichen mit einem Plus von 64,1 Mio CHF.
Der Geschäftsertrag nahm insgesamt um 17,5% auf 436,9 Mio CHF ab. Dem stand ein um knapp 5% auf 317,4 Mio CHF gesunkener Geschäftsaufwand gegenüber. Die Cost/Income-Ratio verschlechterte sich damit deutlich auf 72,7%, nach 63,0% im Vorjahr.
Das Konzernergebnis sank gegenüber 2009 um 40,1% auf 108,5 Mio CHF, nach Minderheiten waren es noch 102,8 Mio CHF (-41,0%). Mit den ausgewiesenen Zahlen hat die Bank die Erwartungen des Marktes verfehlt. Von AWP befragte Analysten rechneten mit einem Geschäftsertrag von 444,7 Mio und einen Gewinn nach Minderheiten von 127,0 Mio CHF. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung trotz des Gewinnrückgangs die Zahlung einer unveränderten Dividende von 3,40 CHF vor.
Erfreulich war aus Sicht der Bank die Neugeldentwicklung. Der Gruppe flossen neue Kundengelder im Umfang von netto 2,7 Mrd CHF zu, nachdem im Vorjahr Kunden noch Gelder in Höhe 1,0 Mrd CHF abgezogen hatten. Besonders erfreulich sei dabei die Akquisitionsleistung im Geschäftsfeld Markt International gewesen, mit einem Zustrom von 6,4%, schreibt die LLB. Im Vorjahr waren noch Neugelder im Umfang von 6,0% abgeflossen. Die verwalteten Kundenvermögen (AuM) lagen Ende Jahr mit 49,8 Mrd CHF leicht höher als ein Jahr zuvor (49,5 Mrd).
Für das laufende Jahr zeigt sich das Institut vorsichtig. Prognosen für den weiteren Geschäftsverlauf seien weiter schwierig, heisst es. Unter der Annahme stabiler Finanzmärkte und leicht steigender Zinsen im Jahresverlauf erwartet die LLB-Gruppe ein Ergebnis über dem Wert des Vorjahres.
Die LLB hat ihre mittelfristigen Ziele bezüglich der Tier-1-Ratio und des Eigenkapitalrendite an die künftigen Eigenmittelanforderungen angepasst. Das Institut peilt künftig eine Tier-1-Ratio von 16% nach bisher 12% an. Unter der Annahme normaler Marktverhältnisse soll mittelfristig eine Eigenkapitalrendite von 12% (bisher 15%) erzielt werden.
Die übrigen mittelfristigen Ziele für den Netto-Neugeldzufluss (mindestens 3% pro Jahr) und die Cost-Income-Ratio (Spitzenposition im Branchenvergleich) bleiben dagegen gültig.
sig/uh

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