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Apples (awp) - Der Computerzubehör-Hersteller Logitech hat den Umsatz im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 (per Ende Dezember) auf eine neue Höchstmarke gesteigert. Dabei kletterten die Verkäufe in allen Produktgruppen und auch der Gewinn legte zu. Zum langfristigen Potenzial der Zusammenarbeit mit Google äusserte sich das Management positiv. Kurzfristig - für das laufende Geschäftsjahr - rechnet Logitech zudem mit einem höheren Umsatz.
Im Berichtsquartal stieg der Umsatz um 22% auf 754,1 Mio USD. Ohne negative Währungseffekte hätte das Plus bei 26% gelegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Es handle sich um das umsatzmässig stärkste Quartal aller Zeiten, sagte CEO Jerry Quindlen bei einer Telefonkonferenz.
Der Bruttogewinn legte um 30% auf 271,2 Mio USD zu, was einer höheren Bruttomarge von 36,0 (33,9)% entspricht. Der Betriebsgewinn (EBIT) legte um 30% auf 76,0 Mio USD zu. Unter anderem wegen eines grösseren Steueraufwands resultierte ein unterproportional höherer Reingewinn von 65,0 Mio USD (+14%).
ASIENGESCHÄFT STARK
Der Einzelhandelsumsatz stieg im Berichtsquartal um 17% gegenüber dem Vorjahr, wobei die Region Asien ein Plus von 51% verzeichnete. Americas legte um 31% zu, derweil kam es in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) zu einem leichten Rückgang von 1%. Der OEM-Umsatz stieg um 18% und die Videokommunikations-Firma LifeSize trug 5 Prozentpunkte zum Wachstum bei.
Alle Produktgruppen im Einzelhandel verzeichneten höhere Umsätze. Dabei konnten die Verkäufe von Fernbedienungen, Mäusen, Video- und Gaming-Zubehör prozentual zweistellig zulegen.
POTENZIAL BEI GOOGLE-TV
Logitech-CEO Quindlen zeigte sich vom langfristigen Potenzial der Kooperation mit Google im Bereich Internet-Fernsehen überzeugt. Medien hatten über einen schleppenden Start des Projekts berichtet. Im laufenden Geschäftsjahr dürften die Umsätze aus diesem Bereich rund 40 Mio USD betragen, sagte Quindlen.
In das Berichtsquartal fiel der US-Verkaufsstart der Logitech-Empfangs-Box "Revue" für Google-TV. Es würden gemeinsam mit Google kontinuierliche Verbesserungen und regelmässige Software-Updates erarbeitet, hiess es dazu.
Mit Blick auf neue Absatzmärkte erklärte das Management, Google-TV solle künftig auch in Europa präsent sein. Man werde sich aber nicht auf ein Datum festlegen. Derzeit stehe zunächst die Verbesserung der Plattform im Fokus. Die Preisstrategie sei angemessen, so der CEO weiter.
PRODUKTE FÜR TABLET-PCs
Im traditionellen Geschäft mit PC-Zubehör zeigt sich das Unternehmen ebenfalls optimistisch. Rund 25% der Einzelhandels-Produkte seien im kommenden Geschäftsjahr 2011/12 auch auf die neuen, kleinen Tablet-PCs zugeschnitten, sagte der Logitech-CEO weiter.
Der operative Cashflow in den ersten neun Monaten belief sich auf 153,2 Mio USD nach 299,4 Mio USD im Vorjahreszeitraum. Die flüssigen Mittel werden mit 460,7 Mio USD per Ende Dezember angegeben, Ende 2009 waren es 281,1 Mio USD. Logitech halte sich sowohl Akquisitionen als auch weitere Aktienrückkäufe offen, hiess es.
UMSATZ-AUSBLICK HÖHER
Die Gesellschaft rechnet für das laufende Geschäftsjahr 2010/11 mit einem höheren Umsatz als zuletzt. Dieser soll neu 2,4 bis 2,42 Mrd USD betragen (zuvor 2,35 bis 2,4 Mrd USD). Die Bruttomarge dürfte weiterhin bei 36% liegen und der EBIT bei 170 bis 180 Mio USD, hiess es. Die Steuerrate wird neu bei 14% gesehen, nach zuvor 16%.
Auch das Gewinnziel für das im April 2011 beginnende Geschäftsjahr 2011/12 wurde bestätigt. Das Unternehmen strebt demnach weiterhin eine operative Marge von 10% an. Logitech hatte dieses Ziel im November 2010 anlässlich des Investorentages in New York genannt.
Mit den Zahlen traf Logitech die Schätzungen der Analysten weitgehend. Diese reagierten mit überwiegend freundlichen Kommentaren. An der Börse zogen die Logitech-Aktien im Verlauf an und notierten am Nachmittag in einem schwachen Gesamtmarkt um 1,7% fester bei 18,54 CHF.
cc/mk

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