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Looser 2009: Reingewinn sinkt leicht - erstmals Ausschüttung an Aktionäre (Zus)

Dieser Inhalt wurde am 31. März 2010 - 15:00 publiziert

Zürich (awp) - Die Industrieholding Looser hat im Geschäftsjahr 2009 weniger umgesetzt und auch weniger Gewinn erzielt, wobei die beiden Kenngrössen in vergleichbarem und moderatem Rahmen zurückgingen. Entsprechend konnten die Margen in etwa gehalten werden. Begleitet von einem recht zuversichtlichen Ausblick, hat das Unternehmen zudem erstmals eine Ausschüttung an die Aktionäre angekündigt.
Der Reingewinn ging um 4,9% auf 21,4 Mio CHF zurück, der EBIT um 4,8% auf 41,7 Mio CHF und der EBITDA um 8,2% auf 59,4 Mio CHF. Während die EBIT-Marge auf 8,9% von 8,8% minim zulegte, senkte sich die EBITDA-Marge auf 12,7% von 13,0% leicht ab.
ERSTMALS AUSSCHÜTTUNG AN AKTIONÄRE
Aufgrund des erzielten Ergebnisses will das in den Bereichen Temperierung, Türen, Industriedienstleistungen und Beschichtungen tätige Unternehmen erstmals eine Ausschüttung an die Aktionäre vornehmen. Bis Ende Juli sollen 1,30 CHF je Aktie in Form einer Nennwertrückzahlung ausbezahlt werden.
Die geplante Nennwertrückzahlung entspreche einer Ausschüttungsquote von 20 bis 30%, erklärte CEO Tim Talaat an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. An dieser Quote wolle sich das Unternehmen auch in Zukunft orientieren. "Wir wollen in dieser Beziehung den Aktionären eine gewisse Verlässlichkeit bieten", so Talaat.
Den Umsatz hatte Looser bereits im Februar bekanntgegeben. Er ging um 5,8% auf 468,4 Mio CHF zurück, entsprechend einem akquisitions- und währungsbereinigten Minus von 3,3%.
MARKANTE REDUKTION DER VERSCHULDUNG
Dank einem starken vierten Quartal seien die eigenen Erwartungen übertroffen worden, hiess es weiter. Das trotz Wirtschaftskrise gute Ergebnis sei auf die "starke operative Leistung" sowie auf das diversifizierte Geschäftsportfolio zurückzuführen. Das gute Niveau der Profitabilität sei auf die positive Entwicklung in drei der vier Geschäftsbereichen zurückzuführen.
Die leichte Steigerung der EBIT-Marge wurde hauptsächlich mit den im Jahr 2008 eingeleiteten Produktionsverlagerungen begründet sowie mit dem Verkauf von Liegenschaften im Geschäftsbereich Beschichtungen.
Dank der Steigerung des Cashflows um gut 20% auf 44,4 Mio CHF hat sich die Nettoverschuldung auf 133,1 Mio von 190,4 Mio CHF vermindert. Dazu beigetragen hat allerdings auch die Kapitalerhöhung vom Sommer 2009 sowie der Verkauf von nicht-betrieblichen Liegenschaften. Die Eigenkapitalquote stieg so auf 40,5% von 31,4% an.
ZUVERSICHTLICHER BLICK IN DIE ZUKUNFT
Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr zeigt sich Looser tendenziell zuversichtlich. Falls sich die wirtschaftliche Situation nicht verschlechtere, könne für das Jahr 2010 mit einem Umsatz- und Gewinnwachstum gerechnet werden, hiess es.
"Ich erwarte für 2010 gefühlsmässig ein gutes Resultat", sagte Talaat. Auf eine Konkretisierung der Prognose für 2010 sowohl hinsichtlich des Umsatzes als auch des Gewinns verzichtete er aber mit dem Hinweis auf die nach wie vor grossen Unsicherheiten in den Märkten.
Die Auftragslage im Geschäftsfeld Temperierung habe sich in praktisch allen Anwendungsbereichen verbessert und auch die Geschäftsbereiche Türen, Industriedienstleistungen und Beschichtungen seien gut ins neue Jahr gestartet, begründet der Looser-Chef die Einschätzung für 2010.
WACHSTUM AUCH ÜBER AKQUISITIONEN
Der strategische Fokus sei im laufenden Geschäftsjahr unter anderem auf die Erschliessung neuer Märkte gerichtet, so zum Beispiel die Medizinaltechnik. Looser will gemäss Talaat auch die Marktpositionen in den USA und im Fernen Osten ausbauen.
So befindet sich Looser weiterhin auf der Suche nach Übernahmezielen. "Wir wollen auch künftig akquirieren", bekräftigte der CEO frühere Aussagen. Die Sondierung geeigneter Arrondierungs-Akquisitionen geschehe vor allem für die Bereiche Temperierung und Türen.
An der Börse wurden die Zahlen mit Applaus aufgenommen. Der Titel steht am frühen Nachmittag 2,6% höher bei 60,55 CHF, bei einem bisherigen Höchstkurs von 62,00 CHF.
cf/ch

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