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Luchs-Angriff bleibt fraglich

Hat der Luchs wirklich einen deutschen Touristen im Wallis zerkratzt?

Der angebliche Angriff eines Luchses auf einen deutschen Touristen im Wallis bleibt ungeklärt. Die Untersuchungen über den Vorfall vom vergangenen 16. Januar wurden ergebnislos eingestellt, sagte der kantonale Jagdaufseher Narcisse Seppey am Dienstag (13.02.).

Der Zwischenfall in der Region Agettes oberhalb von Sitten hatte grosses Aufsehen erregt. An der Darstellung der Walliser Behörden und des deutschen Touristen, der sich wegen Kratzwunden im Spital behandeln lassen musste, tauchten aber später Zweifel auf. Es gibt auch Kreise, welche die ganze Geschichte in Frage stellen.

Gewissheit, dass es sich beim sogenannt "angreifenden" Tier tatsächlich um einen Luchs gehandelt hatte, brachte die nun eingestellte Untersuchung nicht. Auch die Analyse eines auf einem Baum an der fraglichen Stelle gefundenen Haares habe keine genauen Erkenntnisse gebracht, sagte der Jagdaufseher.

Laut Seppey konnte nur nachgewiesen werden, dass das Haar von einem Fleischfresser stammte. In Frage kämen neben einem Luchs auch ein Fuchs, eine Wild- oder eine Hauskatze. Weil das Haar auf rund eineinhalb Meter Höhe gefunden worden sei, könne ein Fuchs als Angreifer aber ausgeschlossen werden, sagte Seppey.

Weitere Hinweise zur Klärung des Zwischenfalls gebe es nicht. Der Tourist hatte berichtet, dass ein Tier ihn am 16. Januar von einem Baum aus angesprungen habe. Er habe zur Abwehr den linken Arm gehoben. Auf einen Luchs als Angreifer deuteten sowohl die Aussagen des Opfers wie auch Erkenntnisse des kantonalen Biologen hin, der am "Tatort" frische Luchsspuren gefunden hatte.

Weil sich im Spital von Sitten niemand mehr an die Behandlung des Deutschen erinnern konnte und auch der Betroffene selber nicht erreicht wurde, tauchten später Zweifel an der ganzen Geschichte auf. Die Wiederansiedelung des Luchses ist im Kanton Wallis, wie in der ganzen Schweiz, umstritten.

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