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FRANKFURT (awp international) - Die Lufthansa-Frachtsparte Lufthansa Cargo sieht nach einem starken Jahresbeginn gute Bedingungen für weiteres Wachstum. "Wir haben es geschafft, gestärkt aus der Krise hervorzugehen", sagte Finanzvorstand Peter Gerber am Mittwoch in Frankfurt. "Jetzt ist für uns die richtige Zeit, in die Zukunft zu investieren." Fünf neue Flugzeuge hat das Unternehmen schon bestellt, die Computersysteme sollen in spätestens sechs Jahren komplett erneuert sein. Mit der Erneuerung des Frachtzentrums am Frankfurter Flughafen wartet der Vorstand allerdings auf die endgültige Entscheidung über das Nachtflugverbot.
Die Lufthansa-Aktie rutschte nach den Nachrichten am Morgen kurzzeitig deutlich in den Keller, notierte um die Mittagszeit jedoch wieder mit 0,21 Prozent im Plus bei 14.315 Euro.
Das Erdbeben, der Tsunami und die Atomunfälle in Japan haben bei Lufthansa Cargo bislang vor allem zu Änderungen im Flugplan geführt. Beim Luftfrachtaufkommen gebe es hingegen keine "wesentlichen Einbrüche", sagte der neue Vorstandschef Karl Ulrich Garnadt. Die Katastrophen haben vor allem den Nordosten des Landes getroffen. Die Industrie, deren Güter per Luftfracht befördert werden, sitzt vor allem im Süden des Landes. Für Lufthansa Cargo haben die Japan-Flüge eine deutlich höhere Bedeutung als für das Passagiergeschäft des Konzerns. Der Umsatzanteil liege im hohen einstelligen Prozentbereich, sagte der Cargo-Chef. Ob das Japan-Geschäft infolge der Katastrophen eher einbricht oder anzieht, könne er noch nicht einschätzen.
Insgesamt zeigte sich der Vorstand für 2011 optimistisch. "Wir hatten einen guten Start im Januar und Februar", sagte Garnadt. Die Erlöse seien stabil, und es seien weniger Frachtflieger in der Luft als im Krisenjahr 2009. Die Luftfrachttarife seien inzwischen wieder auf einem Niveau, mit dem das Unternehmen leben könne. Nach einem Rekordverlust 2009 hatte Lufthansa Cargo mit dem Wirtschaftsaufschwung 2010 einen operativen Rekordgewinn von 310 Millionen Euro eingeflogen. Im laufenden Jahr werde dieses Niveau voraussichtlich aber nicht wieder erreicht, sagte Finanzchef Gerber.
Jetzt will Lufthansa Cargo viel Geld in neue Flugzeuge, Software und neue Frachtanlagen in Frankfurt stecken. "Das sind die wesentlichen Investitionen, die für unser Geschäft mittelfristig in der nächsten Dekade entscheidend sind", sagte Gerber. Wie viel Geld in den Bau eines neuen Frachtzentrums oder die Modernisierung der bestehenden Anlagen fliesst, macht das Unternehmen allerdings weiterhin von der künftigen Nachtflugregelung abhängig. In der Planung steht ein dreistelliger Millionen-Euro-Betrag.
"Die Erneuerung des Cargo-Centers wird durchgeführt, wir sind aber flexibel bei der Grössenordnung", sagte Garnadt. Das endgültige Urteil des Bundesverwaltungsgerichts erwartet der Manager nun erst in der ersten Hälfte des kommenden Jahres. Für den kommenden Winterflugplan geht der Vorstand von den ursprünglich genehmigten 17 Nachtflügen aus. Diese waren im Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau des Frankfurter Flughafens vorgesehen. Sollte das Gericht die Zahl der Nachtflüge stärker beschränken, sei das Wachstum in Frankfurt beschränkt. Ein Abzug vom Heimatflughafen ist für Lufthansa Cargo allerdings nicht denkbar. "Wenn man in Europa Luftfracht machen will, muss man nach Frankfurt", sagte Garnadt.
Bis zum Jahr 2018 will Lufthansa Cargo ihre Frachterflotte mit fünf neuen Boeing 777F verstärken, die laut Preisliste insgesamt 1,3 Milliarden Euro kosten. Danach sollen auch die jetzigen Maschinen vom Typ MD-11 nach und nach durch neue, treibstoffsparende und leisere Modelle ersetzt werden. Mit den Investitionen in neue Software will sich Lufthansa Cargo für das papierlose Luftfrachtgeschäft rüsten. Voraussichtlich soll die Schwestergesellschaft Lufthansa Systems binnen fünf bis sechs Jahren die Umstellung auf ein vollständig neues System schaffen./stw/tw

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