Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Zürich (awp) -Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat im ersten Semester 2010 einen tieferen Bruttogewinn als noch vor Jahresfrist erwirtschaftet. Der Konzerngewinn stieg dank tieferer Wertberichtigungen und einer geringeren Zuweisungen an die Reserven dennoch an. Für das Gesamtjahr geht die Kantonalbank weiterhin von einem Ergebnis im Rahmen des Vorjahres aus.
Die Luzerner Kantonalbank sei nach Halbzeit des Jahres 2010 weiterhin auf Vorjahreskurs, sagte LUKB-CEO Bernard Kobler am Dienstag an einer Medienkonferenz in Zürich: "Alles in allem sind wir zufrieden mit dem Resultat". Der Konzerngewinn lag in den ersten sechs Monaten 2010 mit 73,4 Mio CHF um 4,5% über dem Vorjahr. Der Bruttogewinn betrug 114,1 Mio CHF, das waren 2,9% weniger als vor Jahresfrist.
ZINSERFOLG ERHOLT SICH
Mit der wichtigsten Erfolgskomponente, dem Zinsergebnis, zeigten sich die Verantwortlichen trotz einem Rückgang um 1,4% im Vorjahresvergleich zufrieden. Im Vergleich zum zweiten Semester 2009 habe das Zinsergebnis wieder zugenommen, sagte Finanzchef Marcel Hurschler. Er wolle nicht ausschliessen, dass das Zinsergebnis im gesamten Jahr 2010 wieder über dem Vorjahr ausfallen könnte.
Weniger stark als erhofft legte der Kommissionserfolg mit einem Plus von 1,6% zu. Der Handelserfolg sank im Halbjahr um 7,5%, zudem ging der übrige ordentliche Erfolg, der im Vorjahr noch von der Veräusserung von Finanzanlagen beinhaltet hatte, um 53,1% zurück.
GESCHÄFTSAUFWAND GESENKT
Der Geschäftsaufwand konnte im Halbjahr um 1,4% gesenkt werden, wobei die Rückgänge sowohl beim Sachaufwand (-1,1%) wie auch beim Personalaufwand (-1,7 %) anfielen. Auch die neue IT-Plattform Avaloq spiele bei den Kosteneinsparungen sicherlich eine Rolle, sagte CEO Kobler. Die Cost Income-Ratio verschlechterte sich dennoch leicht auf 49,3% gegenüber 48,9% vor Jahresfrist.
Die Wertberichtigungen fielen um 24,5% tiefer aus und seien "im historischen Vergleich tief". Man habe von Privaten wie von Unternehmen wesentlich weniger Kreditausfälle hinnehmen müssen, als noch während der letzten zwei Jahre befürchtet, stellt die Bank fest. An die Reserven für allgemeine Bankrisiken wurden 20% weniger zugewiesen als im Vorjahr.
SORGFÄLTIGE KREDITPOLITIK
Die Kundenausleihungen der Kantonalbank erhöhten sich in den ersten sechs Monaten des Jahres um weitere 4,3% auf 20,087 Mrd CHF. Dabei nahmen die Hypothekarausleihungen um 3,1% auf 16,36 Mrd CHF zu. "In Bezug auf den Immobilienmarkt Luzern stellen wir alles in allem eine nach wie vor moderate Preisentwicklung fest", betonte Kobler. Die Warnungen der Nationalbank und der FINMA über eine Überhitzung der Immoblienmärkte nehme man ernst, versicherte der LUKB-CEO: Allerdings setze die Bank ihre Kreditpolitik weiterhin sorgfältig um. Laut Finanzchef Hurschler beträgt die durchschnittliche Belastungshöhe der Hypothekarkredite 58,3%.
Obwohl die Kantonalbank erneut im ersten Halbjahr rund 9'000 neue Kunden begrüssen konnte, sanken die verwalteten Kundenvermögen unter dem Strich um 0,9% auf 25,816 Mrd CHF. Die Performance machte laut der Bank dabei -1,0% aus, während sich die Nettoneugelder leicht positiv entwickelten.
AKTIE NOTIERT LEICHT TIEFER
Für den Jahresgewinn gehen die LUKB-Verantwortlichen weiterhin von einem Resultat im Rahmen des Vorjahres aus. Damit dürften die Aktionäre "im Minimum" mit einer Dividende im Rahmen des Vorjahres rechnen, so Hurschler.
An der Börse schlug das Halbjahresresultat, das in etwa den Erwartungen der Analysten entsprach, keine grossen Wellen. Etwas besser als prognostiziert fiel sowohl für die Analysten der ZKB wie auch der Bank Vontobel das Zinsgeschäft aus, während das Kommissionsgeschäft etwas hinter den Erwartungen zurückblieb. Beide Banken bleiben ihren Ratings "Marktgewichten" bzw. "Hold". Die LUKB-Aktie notiert gegen 15 Uhr mit 304,75 CHF um 0,1% unter dem Vortag.
tp/cf

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???