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MÜNCHEN (awp international) - Der Münchner Lastwagenhersteller MAN sucht im Streit mit dem neuen arabischen Eigentümer seiner ehemaligen Tochter Ferrostaal keine gütliche Einigung mehr. "Das ist Schnee von gestern", sagte ein Sprecher des Konzerns am Montag. "Wir haben unser grosszügiges Vergleichsangebot nach Ablehnung von IPIC endgültig zurückgezogen." Der Staatsfonds aus Abu Dhabi IPIC, neuer Ferrostaal-Mehrheitseigner, streitet seit Monaten mit MAN darüber, wie mit dem erst nach der Übernahme von 70 Prozent bekanntgewordenen Schmiergeldskandal bei dem Essener Unternehmen umzugehen sei. IPIC weigert sich, die übrigen 30 Prozent zu übernehmen und forderte sogar in einem Schiedsgerichtsverfahren eine Rückabwicklung des Kaufs.
Auf den Ausgang dieses Verfahrens wolle MAN nun warten. "MAN hat eine gesicherte Rechtsposition und erwartet einen positiven Ausgang des Schiedsgerichtsverfahrens", sagte der Sprecher. Wie viel MAN dem Staatsfonds IPIC geboten hatte, wollte der Sprecher nicht sagen. Der Streit um Ferrostaal behindert den von Volkswagen gewünschten Zusammenschluss von MAN und der VW-Tochter Scania . Ein engeres Zusammengehen der beiden Lkw-Hersteller ist erst denkbar, wenn die juristischen Stolpersteine bei Ferrostaal aus dem Weg geräumt sind.
Die Staatsanwaltschaft München I hat in dem Schmiergeld-Skandal bei dem Essener Industriedienstleister unterdessen Anklage gegen zwei ehemalige Manager des Konzerns erhoben. Wie die Behörde am Montag in München mitteilte, wird dem ehemaligen Vorstand und einem früheren Prokuristen vorgeworfen, in Griechenland und Portugal Bestechungsgelder gezahlt zu haben, um den Verkauf von U-Booten an die Länder anzuschieben.
Zuvor war ein Einigungsversuch zwischen der Staatsanwaltschaft und Ferrostaal über die Zahlung eines Bussgelds gescheitert. Ferrostaal sieht sich nach Informationen des "Handelsblatts" nicht in der Lage, die geforderte Summe von über 196 Millionen Euro zu zahlen. Ferrostaal war bis März 2009 eine MAN-Tochter. Die möglichen Korruptionsdelikte fallen in jene Zeit, als der Lastwagen- und Bus-Konzern Alleininhaber von Ferrostaal war./sbr/DP/wiz1

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