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Marthaler unter Druck

Schauspieldirektor Christopf Marthaler liefen Zuschauer davon.

(Keystone)

Am 2. Juni stimmt Zürich über die Zukunft des finanziell angeschlagenen Schauspielhauses ab. Der Stadtrat spricht von einer "Rettungsaktion".

Konkret geht es um eine zehnprozentige Subventionserhöhung auf jährlich knapp 34 Mio. Franken und einen Beitrag von 2,5 Mio. Franken an die Mehrkosten des neuen Zentrums Schiffbau.

Für das Schauspielhaus, das durch die Intendanz von Christoph Marthaler seit 2001 auch international Anerkennung findet, steht demnach am ersten Sonntag im Juni einiges auf dem Spiel.

Es geht aber auch um die Frage, ob das Stimmvolk das Schauspielhaus für Management- und Marketingfehler bestraft und damit dessen Existenz gefährdet oder dem Grossbetrieb mit mehreren Bühnen die Treue hält.

Schief gelaufen

Dass in der 1. Spielsaison der Ära Marthaler im letzten Jahr einiges schief gelaufen ist, wird heute von den Verantwortlichen anerkannt. Die Probleme mit dem Spielplan hatten zur Folge, dass dem Schauspielhaus treue Abonnentinnen und Abonnenten den Rücken kehrten, was zu grossen finanziellen Einbussen führte.

Deshalb sparten auch die Befürworter der Vorlage nicht mit Kritik an der Schauspielhausleitung. Der Stadtrat weist jedoch darauf hin, dass es um eine "Rettungsaktion" für das Schauspielhaus gehe.

Auch die Parlamentsmehrheit liess sich von der Notwendigkeit überzeugen, machte aber deutlich, dass für längere Zeit keine neuen Gelder bewilligt würden.

Genau daran glaubt die Schweizerische Volkspartei (SVP) nicht, die eine Teilschliessung des Schauspielhauses in Kauf nimmt und die beiden Vorlagen ablehnt. Sie ist überzeugt, dass schon bald die nächste finanzielle Forderung an die Stadt gestellt werde.

swissinfo und Agenturen

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