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Massenschlägerei zwischen Skinheads und Afrikanern

Rund 50 Skinheads und 80 dunkelhäutige Personen haben sich in St. Gallen am frühen Sonntagmorgen eine Massenschlägerei geliefert. Dabei wurden vier Personen leicht verletzt. Die Polizei untersucht nun die Hintergründe der Schlägerei.

Dieser Inhalt wurde am 27. August 2000 - 16:42 publiziert

Der Streit begann kurz nach 01.00 Uhr in der Nähe des Burggrabens. Um 01.10 Uhr sei bei der Stadtpolizei (Stapo) die Schlägerei mit 20 Beteiligten gemeldet worden, sagte Stapo- Kommandant Pius Valier am Sonntag (27.08.) an einer Medienkonferenz.

Wer den Streit ausgelöst habe sei noch nicht schlüssig geklärt, sagte Valier weiter. Er zeigte sich aber über den Einsatz der Polizei zufrieden. Auch der für die Polizei zuständige Stadtrat, Hubert Schlegel, sprach von einem "gradlinigen und angemessenen" Einsatz.

Eskaliert

Die Stapo rückte mit sechs Mann aus. Sie trafen aber bereits auf etwa 50 Personen, die sich vor einem der beiden afrikanischen Clubs der Stadt in die Haare geraten waren. Verstärkung wurde angefordert. Schliesslich standen 50 Beamte der Stadtpolizei, 14 der Kantonspolizei und ein Zug der Feuerwehr mit einem Tanklöschfahrzeug im Einsatz.

Man habe versucht, die beiden Gruppen zu trennen, bevor sie sich noch mehr verprügelten, sagte der Einsatzleiter Ruedi Bänziger. Das Kilma sei sehr aggressiv gewesen, weder Skins noch Schwarze hätten sich kooperativ gezeigt.

Verstärkung geholt

Beide Gruppen hätten dann im Verlaufe der Auseinandersetzung über ihre Mobiltelefone Verstärkung angefordert, so dass am Schluss rund 50
Skinheads und rund 80 dunkelhäutige Personen an der Prügelei beteiligt waren. Die Stadtpolizei konnte die beiden Gruppen schliesslich trennen. Gegen 04.00 Uhr beruhigte sich die Lage wieder.

Aus St. Gallen und der übrigen Schweiz

Insgesamt wurden 63 Personen angehalten und befragt. Wie der Polizeisprecher ausführte, handelte es sich dabei um 36 Skinheads und 27 Dunkelhäutige.

swissinfo und Agenturen

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