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Maul- und Klauenseuche: Die Schweiz bleibt wachsam

Wo Flüssig-Schweinefutter aus Küchenabfällen hergestellt wird, da wollen die Fachleute besonders kontrollieren.

(Keystone)

Intensive Kontrollen bei Schweinemast-Betrieben, aber keine flächendeckenden Stallkontrollen: so das Vorgehen der Kantons-Tierärzte. Im Grenzkanton Thurgau soll ein Sonderstab mithelfen, für einen möglichen Ausbruch der Seuche gewappnet zu sein.

Noch diese Woche tagen die Kantons-Tierärzte der Schweiz zum Thema Maul- und Klauenseuche. Weil Schweinemast-Betriebe, die Flüssigfutter aus Küchen- und Speiseabfällen herstellen, einen besonderen Risikofaktor darstellen, werden diese zur Zeit intensiveren Kontrollen unterzogen.

Vorläufig werden hingegen keine flächendeckenden Stallkontrollen durchgeführt, da diese nach Ansicht von Fachleuten zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussagekraft hätten und unverhältnismässig wären. Auch bestehe kein Grund, Viehausstellungen zu verbieten oder den Tierhandel, beziehungsweise Tiertransporte einzuschränken.

Sonderstab im Kanton Thurgau

Der Kanton Thurgau bildet einen Sonderstab, um bei einem möglichen Ausbruch der Maul- und Klauenseuche vorbereitet zu sein. Geplant sind regelmässige Lagebeurteilungen.

Käme es in einem Stall im Thurgau zum Ausbruch der Seuche, würde innerhalb einer Schutzzone von drei Kilometern per sofort jeglicher Tierverkehr unterbunden und der Personenverkehr stark eingeschränkt. Auf dem betroffenen Hof müssten alle Tiere getötet und abtransportiert, der Hof desinfiziert werden.

Aus der Sicht des Kantonstierarztes sei man im Thurgau grundsätzlich für den Fall eines Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche gerüstet. Es gehe nun noch um die Feinabstimmung für eine erhöhte Alarmbereitschaft.

An den Grenzkontrollstellen machen seit kurzem Plakate die Einreisenden darauf aufmerksam, wenn möglich keine Lebensmittel tierischer Herkunft einzuführen und während sieben Tagen nach der Einreise jeglichen Kontakt zu Bauernhöfen und Zoos zu vermeiden.

swissinfo und Agenturen


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