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MEDIEN/Walt Disney Umsatz-Spitzenreiter - Time Warner bricht ein

Dieser Inhalt wurde am 18. Mai 2010 - 12:12 publiziert

HAMBURG/BERLIN (awp international) - Der Umsatz der weltweit grössten 50 Medienkonzerne ist im Jahr 2009 um gut zehn Milliarden Euro geschrumpft. Er sank vor allem bedingt durch rückläufige Werbeeinnahmen von knapp 362 auf etwa 351 Milliarden Euro, wie das Berliner Institut für Medien- und Kommunikationspolitik (IfM) am Dienstag mitteilte.
Das IfM errechnet jährlich die Rangfolge der Top 50 der grössten Medienkonzerne. Neuer Spitzenreiter war 2009 Walt Disney - Der bisherige Branchenprimus Time Warner rutschte auf Platz vier ab.
Time Warner verlor seinen Platz nach der grundlegenden Umstrukturierung des Konzerns. Das Unternehmen trennte sich 2009 von seiner Kabelnetzsparte und zog mit der Ausgliederung der Internettochter AOL einen Schlussstrich unter die erfolglose Fusion. Der Time-Warner-Umsatz brach um gut ein Drittel auf umgerechnet 20,64 Milliarden Euro ein, 2008 hatte er noch bei 31,95 Milliarden Euro gelegen.
Neuer Erster ist der Walt Disney Konzern, dessen Umsatz umgerechnet 25,92 Milliarden Euro (2008: 25,73 Milliarden) betrug. Nahezu gleichauf liegt der Kabelnetzbetreiber Comcast mit einem Jahresumsatz von umgerechnet 25,64 Milliarden Euro auf Rang zwei. Comcast steigerte seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um umgerechnet 2,34 Milliarden Euro ­ und ist damit der Aufsteiger des Jahres.
Die Bertelsmann AG, der grösste europäische Medienkonzern, liegt auf Rang sieben. Sie erwirtschaftete 15,364 Milliarden Euro, 885 Millionen Euro weniger als 2008. Der Umsatz der ProSiebenSat.1 Media Media AG (Rang 42) schrumpfte um gut zehn Prozent auf 2,761 Milliarden Euro. Die Umsatzerlöse des Axel-Springer-Verlags (Rang 44) sanken um 4,3 Prozent auf 2,612 Milliarden Euro. Den 50. Platz nahm laut IfM die Hubert Burda Media Holding ein, deren Umsatz 2008 2,297 Milliarden Euro betrug - die Zahlen für 2009 lagen noch nicht vor.
Stabil blieb die ARD, der grösste öffentlich-rechtliche Medienverbund der Welt. Sie nahm aus Gebühren und Werbung rund 6,39 Milliarden Euro ein und lag damit auf Rang 17 vor der BBC, die Platz 20 belegte. Basis für die Umsatzzahlen war laut IfM der Betrag in Originalwährung. Zur Umrechnung in Euro wurde der durchschnittliche amtliche Mittelkurs des kompletten Jahres 2009 herangezogen./cr/DP/stw

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