Medikamente billiger, aber immer noch zu teuer

Die Medikamentenpreise in der Schweiz sind zwar leicht gesunken. Im Vergleich zum Ausland zahlen Schweizer Patienten aber immer noch 850 Millionen Franken zu viel.

Dieser Inhalt wurde am 07. August 2008 - 15:01 publiziert

Allein bei den Originalprodukten könnten die Kosten um 500 Mio. Franken gesenkt werden, teilt der Krankenkassenverband santésuisse mit.

Der santésuisse-Medikamentenpreis-Index zeigt, dass in der Schweiz diese Arzneimittel zwischen 17 und 25% teurer sind als in Österreich, Frankreich und Italien.

In Deutschland, Dänemark, den Niederlanden und England sind Originalpräparate um bis zu 7% günstiger als in der Schweiz.

Würden alle Patienten das günstigste Nachahmerpräparat (Generika) verwenden, liessen sich jährlich 360 Mio. Franken sparen.

Die Stiftung für Konsumentenschutz fühlt sich durch den Preisvergleich in ihren eigenen Forderungen nach Preissenkungen bestätigt, verlangt insbesondere aber auch tiefere Apothekerpauschalen und geringere Grosshandelsmargen.

Der Branchenverband Interpharma wehrt sich gegen die Schlussfolgerung, die Schweiz sei bei Medikamenten eine Preisinsel. Grössere Differenzen bei den Publikumspreisen gebe es deshalb, weil die im Ausland in der Regel höhere Mehrwertsteuer abgezogen worden sei.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen