Medikamentenkosten: Bundesrat beschliesst Senkung

Der Bundesrat und das Departement des Innern haben Sofortmassnahmen beschlossen, um die Kosten der Medikamente weiter zu senken. Dadurch sollen ab nächstem Jahr Einsparungen zu Gunsten der Krankenversicherungen von über 400 Millionen Franken erzielt werden.

Dieser Inhalt wurde am 01. Juli 2009 - 18:33 publiziert

Für den Preisvergleich wird der "Länderkorb" (Deutschland, Dänemark, Grossbritannien, Niederlande) für die Prüfung der Wirtschaftlichkeit mit den Ländern Frankreich und Österreich ergänzt.

Medikamente sollen alle drei Jahre nach Aufnahme in die Spezialitätenliste auf Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit überprüft werden. Dies teilte die Landesregierung am Mittwoch mit.

Ausserdem soll der Maximalrabatt bei Wahlfranchisen von 80 auf 70 Prozent gesenkt werden. Die Marge für den Vertrieb von Arzneimitteln wird um 3 Prozent gesenkt.

Für den Konsumentenschutz gehen diese Massnahmen nicht weit genug. Der Bund habe dem Druck der Pharmaindustrie nicht standgehalten, hielt der Verband SKS fest.

Als zu wenig konkret bemängelte der Krankenkassenverband Santésuisse die Massnahmen. Wenn der Bund nicht genauer berechne, wie viel er mit den einzelnen Massnahmen sparen wolle, könnten die Krankenkassen die Einsparungen nicht für ihre Prämien für 2010 berücksichtigen.

swissinfo.ch und Agenturen

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