Mehr Lebensqualität trotz weniger CO2-Ausstoss

Der Think Tank Energie Trialog Schweiz (ETS) schlägt im Kampf gegen den Klimawandel eine neue Strategie vor: Strom soll die fossilen Energieträger ablösen. Dabei bleibt die Frage nach neuen Atomkraftwerken ungeklärt.

Dieser Inhalt wurde am 09. Oktober 2009 - 15:05 publiziert

Zweieinhalb Jahre hat ETS gebraucht, seine Zielvorgaben in ein 144-seitiges Dokument zu packen: Senkung des CO2-Ausstosses und gleichzeitig die Erhaltung der hohen schweizerischen Lebensqualität.

Der ETS will das Energiesystem der Schweiz vollständig umbauen. Energieverbrauch und Wirtschaftswachstum sollen entkoppelt werden, und die Nachfrage nach Energie soll bis 2050 um 30% sinken.

Zehn Massnahmen schlägt das ETS-Papier vor, um den CO2-Ausstoss bis 2050 um 80% gegenüber 1990 zu senken. So sollen etwa CO2-Emissionen einen einheitlichen Preis über alle Energieträger erhalten, und der Ausstoss von Gebäuden und Verkehr soll massiv sinken.

Weiter fordert der Trialog eine bessere Stromeffizienz von elektrischen und elektronischen Geräten sowie den Ausbau erneuerbarer Energien.

Strom soll wichtiger werden und fossile Energieträger wie Erdöl und Erdgas ablösen. An der Frage, ob es dazu weitere AKWs braucht, scheiden sich aber die Geister im Thank-Tank.

Zu den ETS-Trägern gehören Firmen wie die ABB, Allreal Generalunternehmung, Alstom, Axpo, Holcim, Migros, SBB, Shell, Swisscom und die Zürcher Kantonalbank.

Auch beteiligt sind unter anderen Vertreter der ETH Zürich, des Kantons Aargau, der Stadt Zürich und des WWF Schweiz.

swissinfo.ch und Agenturen

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