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Mehr Schweizer und Schweizerinnen nur noch durch Bürgerrechtswechsel

In der Schweiz lebten 1999 7,160 Millionen Menschen (36'900 mehr als 1998). Das Wachstum der ständigen Wohnbevölkerung nahm leicht zu. Schweizer Bürgerinnen und Bürger nahmen nur durch Bürgerrechtswechsel zu. Der Trend zur Alterung setzte sich fort.

Dieser Inhalt wurde am 03. März 2000 - 16:42 publiziert

In der Schweiz haben letztes Jahr 7'160'400 Menschen oder 36'900 mehr als im Vorjahr gelebt. Das Wachstum der ständigen Wohnbevölkerung nahm damit leicht zu, wie das BFS in Neuenburg bekannt gab. Ursache ist die Einwanderung; die Zahl der Schweizerinnen und Schweiz nahm nur durch Bürgerrechtswechsel zu. Der Trend zu einer Überalterung setzte sich fort.

Das Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichte am Freitag (03.03.) die provisorischen Berechnungen zur Bevölkerungsentwicklung. In der Zahl von rund 7,2 Millionen Einwohnern Ende Jahr sind die Schweizerinnen und Schweizer, die ausländischen Jahresaufenthalter und Niedergelassenen sowie die internationalen Funktionäre enthalten.

Nicht eingeschlossen sind die durchschnittlich 20'200 anwesenden Saisonniers, 19'600 Jahresaufenthalter sowie 107.800 Asylbewerber. Ein Fünftel der in der Schweiz wohnhaften Menschen sind Ausländer. Die ständige ausländische Wohnbevölkerung nahm um 1,5 Prozent auf 1,404 Millionen Personen zu.

Die Zunahme von 0,5 Prozent - gegenüber 0,4 Prozent im Jahr 1998 - ergab sich aus dem Geburtenüberschuss von 13'500 zuzüglich des Einwanderungsüberschusses von 23'400 Personen. Die Einwanderung von Ausländern hat sich gegenüber 1998 auf 25'500 verdoppelt. Damit gab es nach Jahren des Rückgangs und der Stabilität erstmals wieder eine Zunahme.

Wichtigster Grund für die Einwanderung war der Familiennachzug (30,6 Prozent) beziehungsweise die Einreise ausländischer Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern (14,5 Prozent). 21,9 Prozent kamen, um in der Schweiz zu arbeiten.

Die Zahl der Schweizerinnen und Schweizer nahm wie im Vorjahr um 0,3 Prozent zu. Dies ist laut BFS ausschliesslich auf die Einbürgerung zurückzuführen. Der Geburtenüberschuss nahe bei Null und ein Auswanderungsüberschuss hätten sonst im letzten Jahr zu einer Abnahme der Schweizer Wohnbevölkerung geführt.

Die Zahl der Bürgerrechtswechsel ging leicht zurück, lag aber mit 20'400 immer noch doppelt so hoch wie 1991. Dies laut BFS vor allem deshalb, weil die Schweiz und Italien seit 1992 die Doppelbürgerschaft zulassen und weil den ausländischen Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern die erleichterte Einbürgerung ermöglicht wird.

Alterung schreitet fort

Die Alterung der Wohnbevölkerung ist laut BFS auch in den letzten Jahren des langsamen Wachstums fortgeschritten. Seit 1990 stieg der Anteil der über 65-Jährigen von 14,6 auf 15,3 Prozent. Der Anteil der unter 20-Jährigen blieb bei 23 Prozent, der Anteil der 20- bis 39-Jährigen sank von 31,2 auf 29,2 Prozent. Die sinkende Fruchtbarkeit und die steigende Lebenserwartung sind die beiden Hauptursachen der Entwicklung, die sich in den nächsten Jahren verschärfen wird. Dies, weil die geburtenstarken Jahrgänge der Baby-Boom-Generation der 60er-Jahre sich allmählich dem Rentenalter nähern.

swissinfo und Agenturen

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