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DARMSTADT (awp international) - Der Pharma- und Chemiekonzern Merck hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wegen Abschreibungen und Rückstellungen im Pharmageschäft einen Einbruch beim operativen Ergebnis verbucht. Das operative Ergebnis sei um 43 Prozent auf 649 Millionen Euro gefallen, teilte der Dax-Konzern am Dienstag in Darmstadt mit. "Für 2009 legen wir einen Jahresabschluss vor, der angesichts der Rahmenbedingungen zufriedenstellen kann", wird Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung in der Mitteilung zitiert. 2010 rechnet die Merck KGaA sowohl beim Umsatz- wie auch beim operativen Ergebnis mit einem Anstieg. Vorbörslich sank der Merck-Kurs um mehr als sechs Prozent.
Die Abschreibungen, die hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Zukauf des Schweizer Biotech-Konzerns Serono im Jahr 2007 stehen, beliefen sich 2009 auf 658 Millionen Euro - 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Zudem wies Merck in der Bilanz Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten aus. Beim operativen Ergebnis verfehlte Merck deshalb die Erwartungen der von dpa-AFX befragten Analysten, die im Schnitt mit 775 Millionen Euro gerechnet hatten.
GEWINN STAGNIERT - AUSBLICK
Unter dem Strich stagnierte der Gewinn nach Fremdanteilen mit 366,3 Millionen Euro fast auf Vorjahresniveau, während der Umsatz um 2,1 Prozent auf 7,747 Milliarden Euro kletterte. Während die Darmstädter die Markterwartungen beim Umsatz leicht übertrafen, hatten sich die Analysten beim Überschuss ebenfalls mehr erwartet.
2009 wurde das Wachstum von Merck vor allem durch die Entwicklung der grössten Sparte - Merck Serono mit den wichtigen Produkten Rebif zur Behandlung von Multipler-Sklerose und Erbitux gegen Krebserkrankungen - getragen. Die Sparte erwirtschaftete 60 Prozent der Gesamterlöse.
Im kleineren Chemiegeschäft setzte sich im vierten Quartal die bereits in den Vorquartalen gesehene Erholung fort: Aufs Gesamtjahr betrachtet, sank der Umsatz in der Flüssigkristall-Sparte (Liquid Crystals- LC) jedoch um 17 Prozent auf 733 Millionen Euro, während das operative Ergebnis auf 227 Millionen Euro fiel. Die vielbeachtete Umsatzrendite, die die Profitabilität der Sparte angibt, ging von 44,6 Prozent im Vorjahr auf nunmehr 31 Prozent zurück. Merck hatte im LC-Geschäft im November 2008 einen deutlichen Einbruch erlitten, weil die TV-Hersteller wegen der weltweiten Finanzkrise nicht mehr geordert hatten. Flüssigkristalle werden in Flachbildschirmen, Handys und Notebooks eingesetzt.
2010 will Merck den Umsatz um 3 bis 7 Prozent und das operative Ergebnis zwischen 20 bis 30 Prozent steigern. Für die grösste der vier Sparten, Merck Serono, peilt Merck einen Zuwachs der Gesamterlöse von 2 bis 5 Prozent an. Das operative Ergebnis der Sparte, die für Merck in den kommenden Jahren der Wachstumstreiber sein soll, soll um 30 bis 40 Prozent zulegen. Im LC-Geschäft rechnen die Darmstädter 2010 mit einem Umsatzplus von 5 bis 10 Prozent.
Für 2009 wird den Aktionären eine gekürzte Dividende von 1 Euro je Aktie vorgeschlagen. 2008 hatte Merck noch 1,5 Euro an die Aktionäre ausgeschüttet./ep/wiz/tw

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