Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

DÜSSELDORF (awp international) - Der harte Winter hat Deutschlands grösstem Handelskonzern Metro im Weihnachtsgeschäft zu schaffen gemacht. Der Umsatz blieb vor allem in Deutschland hinter den Erwartungen zurück. Metro-Chef Eckhard Cordes rechnet jedoch wegen laufender Sparprogramme und des immer wichtiger werdenden internationalen Geschäfts weiter mit einem Rekordgewinn. "Trotz der schwierigen Wetterbedingungen im wichtigen Weihnachtsgeschäft bekräftigen wir unsere EBIT-Prognose von 2,3 Milliarden Euro im vergangenen Jahr", sagte er am Dienstag in Düsseldorf. Dies wäre etwas mehr als 2009 und das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte.
Und Cordes drückt weiter aufs Tempo: Er will das Wachstum beschleunigen und dabei die Profitabilität erhöhen. Nachdem das Geschäft in Deutschland weiter schleppend läuft, sucht er dabei sein Heil im Ausland. Im vergangenen Jahr eröffnete Metro in 25 Ländern 100 neue Märkte - ein Viertel mehr als 2009. Experten gehen davon aus, dass es im laufenden Jahr noch mehr werden. Im Fokus steht dabei das Geschäft im Ausland. Während der Umsatz in Deutschland 2010 gesunken vor allem im vierten Quartal ist, legte er anderswo zum Teil deutlich zu.
AKTIE LEGT ZEITWEISE DEUTLICH ZU
Konzernweit steht in den Büchern im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von 2,6 Prozent auf 67,3 Milliarden Euro. Analysten hatten allerdings mit etwas mehr gerechnet. Am Dienstag konzentrierten sich die Händler an der Börse aber vor allem auf die Aussagen zum Gewinn und hakten die Umsatzdelle im vierten Quartal grösstenteils ab. Die Aktie legte in den ersten Handelsminuten zeitweise um mehr als zwei Prozent zu, konnte aber das Plus zuletzt nicht ganz halten. Das Papier hatte allerdings bereits in der vergangenen Woche nach einer negativen Studie im Vergleich zum Dax deutlich an Boden verloren.
Zu Metro gehören die Grosshandelssparte Cash & Carry, die Elektronik-Märkte Media Markt und Saturn, die Real-Märkte und die Warenhauskette Kaufhof. 2010 gab es bei den Elektronikmärkten die deutlichsten Zuwächse. Dort legten die Erlöse um 5,6 Prozent auf 20,8 Milliarden Euro zu. Doch bei der Tochter Media-Saturn, die noch zum Teil im Besitz des Media-Markt-Gründers Leopold Stiefel ist, rumort es hinter den Kulissen. Der als Vertrauter Stiefels geltende Chef Roland Weise musste im Dezember seinen Hut nehmen.
QUERELEN BEI MEDIA MARKT UND SATURN
Einem Bericht des "Manager Magazins" zufolge hatte es zuvor Querelen im Gesellschafterkreis gegeben. Cordes sei offenbar zunehmend unzufrieden mit der Umsetzung einer im Grundsatz beschlossenen Internet-Handelsplattform gewesen, hiess es in dem Bericht. Laut "Manager Magazin" stossen die Onlinepläne von Cordes auf Schwierigkeiten und Widerstände, da die rechtlich selbstständigen Media-Markt- und Saturn-Geschäfte ihre Preise selbst festlegen. Einheitliche, womöglich niedrigere Preise im Internet würden den örtlichen Märkten schaden, deshalb gebe es in den Regionen eine Ablehnungsfront.
Seit 1. Januar wird die Metro-Tochter von dem 63-jährigen Horst Norberg geführt, der davor bereits in der Geschäftsführung sass. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass der nun beschlossene Führungswechsel aufgrund des Alters von Norberg nur eine Zwischenlösung ist. Mit der Lösung solle die Diskussion um den Start im Online-Geschäft entschärft werden, hiess es im Dezember. Von Metro gab es dazu keinen Kommentar.
zb/alg/tw

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???