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Metro startet dank Sparprogramm und Ostergeschäft gut in 2010

Dieser Inhalt wurde am 30. April 2010 - 08:42 publiziert

DÜSSELDORF (awp international) ? Deutschlands grösster Handelskonzern Metro ist gut in das neue Geschäftsjahr gestartet. Dank eines in diesem Jahr frühen Ostergeschäfts, Einsparungen aus dem Konzernumbau und einer Erholung der Währungssituation in Osteuropa legte der Konzernumsatz im ersten Quartal um 2,3 Prozent auf 15,5 Milliarden Euro zu. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (EBIT) stieg erstmals sei 2008 wieder und zwar von 87 Millionen auf 136 Millionen Euro, wie Metro am Freitag mitteilte.
Auch unter dem Strich konnte sich der Konzern verbessern. Der Nettoverlust nach Anteilen Dritter schmolz von 98 Millionen Euro im Vorjahr auf jetzt 16 Millionen Euro zusammen. Vor Anteilen Dritter wies Metro einen kleinen Gewinn aus. Der Konzern übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Für das Gesamtjahr 2010 rechnet Metro weiterhin mit einem Umsatz- und Ergebnisanstieg.
'SILBERSTREIF AM HORIZONT'
Europas zweitgrösster Händler hatte im vergangenen Jahr die Wirtschaftskrise zu spüren bekommen. Da Metro stark im Ausland vertreten ist, machten dem Konzern der Währungsverfall in den osteuropäischen Märkten, aber auch die krisenbedingte Zurückhaltung der Verbraucher in vielen westeuropäischen Ländern zu schaffen. Inzwischen scheine aber das Schlimmste der Krise in einigen Ländern überwunden, sagte Vorstandschef Eckhard Cordes. ?Die Lage bleibt zwar fordernd, aber wir sehen konjunkturell einen ersten Silberstreif am Horizont.? Im Ausland steigerte Metro den Umsatz von Januar bis März um 4,4 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro. In Deutschland gingen die Erlöse wegen der Abgabe von Standorten beim Grosshandel Cash & Carry und der Lebensmitteltochter Real leicht zurück.
Metro hatte im vergangenen Jahr ein Umbauprogramm gestartet mit dem bis 2012 durch Einsparungen und Produktivitätsverbesserungen 1,5 Milliarden Euro beim Ergebnis gehoben werden sollen. Dazu will Metro weltweit auch bis zu 17.000 der rund 300.000 Stellen streichen. Kernstück des Umbaus ist der Grosshandel für Gewerbetreibende, der mit Abstand den grössten Anteil an Umsatz und Ergebnis im Konzern hat. Das Geschäft hatte im vergangenen Jahr stark unter dem Währungsverfall in Osteuropa gelitten, aber auch in Deutschland Schwäche gezeigt. Im ersten Quartal dieses Jahres verbuchte die Sparte einen Umsatzrückgang von 0,6 Prozent auf 7 Milliarden Euro, das Ergebnis verbesserte sich von 10 Millionen auf 25 Millionen Euro.
KAUFHOF MIT UMSATZPLUS IM QUARTAL
Die Real-Verbrauchermärkte profitierten von dem in diesem Jahr frühen Ostergeschäft und steigerten den Umsatz um über vier Prozent auf 2,7 Milliarden Euro, der Verlust ging weiter zurück. Die deutlichsten Umsatzsprünge machten aber die Elektronikketten Media Markt und Saturn mit plus 6,1 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro. Das Wachstum kam vor allem aus Westeuropa, während das Geschäft in Deutschland nur stabil blieb.
Gute geschlagen hat sich im ersten Quartal die Warenhaustochter Galeria Kaufhof, deren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent auf 819 Millionen Euro stieg. Der Tochter spielt Branchenbeobachtern zufolge auch der Überlebenskampf des Konkurrenten Karstadt in die Hände, für den derzeit fieberhaft nach einer Lösung gesucht wir. Im Moment verhandelt der Insolvenzverwalter von Karstadt mit dem Investor Triton, der vergangene Woche ein Angebot für die Kette vorlegt hat. Auch Metro hat immer wieder sein Interesse an Karstadt betont - allerdings will der Konzern nur Filetstücke der Kette, mit denen sich das Kaufhof-Filialnetz aufhübschen und anschliessend besser verkaufen lässt. Metro-Chef Cordes hat den Kaufhof bereits vor zwei Jahren zum Verkauf ausgerufen und sieht nun gute Chancen, die Tochter vielleicht noch in diesem Jahr zu versilbern. Interessenten für den Kaufhof soll es bereits geben, aber noch keine konkreten Gespräche./she/wiz

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