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Baar (awp) - Die Meyer Burger Technology AG hat im ersten Halbjahr 2010 den Umsatz um 67% auf 356,9 (VJ 213,4) Mio CHF erhöht. Der EBITDA sprang auf 64,6 (24,2) Mio und der EBIT auf 34,4 (13,2) Mio CHF. Die EBIT-Marge kletterte entsprechend auf 9,6 (6,2)%. Der Reingewinn verdoppelte sich nahezu auf 23,6 (12,1) Mio CHF, teilte der Anbieter von Systemen und Produktionsanlagen für die Photovoltaik am Dienstag mit.
Damit hat Meyer Burger die Erwartungen der Analysten ge- bzw. übertroffen. Diese hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) einen Umsatz von 301,0 Mio CHF, einen EBIT von 26,1 Mio CHF und einen Reingewinn von 23,1 Mio CHF prognostiziert.
Im ersten Semester kam es zu Zukäufen, entsprechend ist der Konsolidierungskreis nicht vergleichbar mit dem Vorjahr. So fusionierte Meyer Burger mit der ebenfalls in der Solarindustrie tätigen 3S Industries, um weitere Technologieschritte in der Wertschöpfungskette der Photovoltaik abzudecken. Auch übernahm die Gesellschaft die restlichen 34% an der deutschen Hennecke Systems GmbH.
Das Unternehmen verzeichnete im Berichtszeitraum ein Volumen an neu erteilten Aufträgen von 590,1 Mio CHF. Der Auftragsbestand lag per Ende Juni bei 770,0 Mio CHF.
Generell bleibe es schwierig, die mittelfristigen Auswirkungen der hohen Staatsdefizite, turbulenten Wechselkursentwicklungen und der Verteuerung einzelner Rohstoffe auf die konjunkturelle Situation klar einzuschätzen, hiess es zum Ausblick. Aus heutiger Sicht scheine jedoch der Finanzierungsengpass bei den Solarzellen-Herstellern überwunden zu sein und verschiedene Kunden planten weitere Wachstumsschritte. Die Gruppe sei mit ihren Produkten und Technologien optimal positioniert, um von diesem Wachstum nachhaltig zu profitieren.
Für das Geschäftsjahr 2010 erwartet Meyer Burger aufgrund einiger Grossprojekte einen Nettoumsatz in der Grössenordnung von rund 730 Mio CHF und eine EBITDA Marge von 15 bis 17%. Langfristig bleibe das Unternehmen für die Solarbranche wie für das eigene Geschäft positiv gestimmt und geht in den kommenden Jahren von einem anhaltend kräftigen und nachhaltigen Wachstum aus.
Meyer Burger wird zudem einen weiteren Teil des syndizierten Kredits vorzeitig zurückzuzahlen. Die Gesellschaft hatte davon bereits 29,2 Mio CHF auf den 30. Juni 2010 zurückbezahlt und wird den noch verbleibenden Anteil von 20 Mio USD per Valuta 30. September 2010 zurückzahlen, hiess es am Mittwoch in einer Mitteilung. Die restliche syndizierte Betriebsmittelkreditlinie von 80 Mio CHF bleibe weiterhin bestehen und davon seien per Bilanzstichtag 30. Juni 2010 32,8 Mio CHF bezogen worden.
Der Spezialsägehesteller hatte im September 2009 eine syndizierte Kreditlinie zur Akquisitions- und Betriebsmittelfinanzierung in Höhe von 130 Mio CHF abgeschlossen. Von der Akquisitionskreditlinie waren rund 50 Mio CHF bezogen.
"Die gesunde Bilanz der Meyer Burger Gruppe und die guten Cashflows ermöglichen uns, den verbleibenden Teil des Akquisitionskredits frühzeitig zurückzuzahlen" wird CEO Peter Pauli in der Mitteilung zitiert.
cc/ps/rt

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