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Steffisburg (awp) - Meyer Burger hat sich im abgelaufenen Rezessionsjahr 2009 einigermassen gut behauptet. Trotz der Wirtschaftskrise, bei der die Kunden unter Finanzierungsengpässen litten, büsste der Anbieter von Systemen und Produktionsanlagen für die Photovoltaik lediglich moderat an Umsatz ein. Allerdings scheint sich die Situation bereits wieder zu verbessern: Konnte im abgelaufenen Jahr kein einziger Grossauftrag an Land gezogen werden, stehen mittlerweile ein Grossauftrag und weitere kleinere Orders in den Büchern.
Für das abgelaufene Geschäftsjahr wird kein Geld an die Aktionäre ausgeschüttet. "Wir zahlen für 2009 keine Dividende", sagte Finanzchef Michel Hirschi am Montag bei der Bilanzpräsentation. Auch für 2010 dürfen die Anteilseigner kaum etwas erwarten. Zunächst müssten in der Wertschöpfungskette noch Lücken geschlossen werden, sagte Verwaltungsratspräsident Peter Wagner. Bereits beim Börsengang habe das Unternehmen erklärt, dass zunächst die Kette komplett sein müsse, bevor Geld ausgeschüttet werde. Nach Darstellung von Wagner will Meyer Burger erst im Solarzellen-Bereich komplett werden. Dazu seien Investitionen von 200 Mio bis 400 Mio CHF notwendig.
KREDITSITUATION DER KUNDEN ENTSPANNT SICH
"Wir sind sehr gut durch die Krise gekommen und unser Wachstum ist im Wesentlichen organisch entstanden", kommentierte Verwaltungsratspräsident Wagner. Der Gruppen-Umsatz sank um 6% auf 420,9 Mio CHF. Rund 34% des Umsatzes seien mit Kunden in Europa und 60% mit Kunden in Asien erwirtschaftet worden. Der EBIT ging um knapp ein Drittel auf 41,3 Mio CHF zurück und der Konzerngewinn reduzierte sich um rund ein Sechstel auf 29,2 Mio CHF. "So schlecht wie das vergangenen Jahr anfing, hätten wir dieses Ergebnis eigentlich gar nicht erwarten dürfen", sagte CEO Peter Pauli.
Die angespannte Kreditsituation im vergangenen Geschäftsjahr hatte bei verschiedenen Solarzellen-Herstellern zu Schwierigkeiten bei der Finanzierung ihrer geplanten Projekte geführt. Bereits bestellte Maschinen seien daher mit zeitlicher Verzögerung abgerufen worden. Zudem wurden generell weniger Aufträge erteilt.
Die Situation habe sich in der zweiten Jahreshälfte stabilisiert und gegen Jahresende wurde ein deutliches Anziehen der Nachfrage festgestellt. Ein asiatischer Kunde orderte jüngst Drahtsägen und Wafer-Inspektionsysteme für über 250 Mio CHF. Neben dem Grossauftrag gibt es weitere Bestellungen, so dass gegenwärtig Neubestellungen über rund 300 Mio CHF vorliegen.
KURZFRISTIG KEINE ZUKÄUFE GEPLANT
Mit der Akquisition von Diamond Wire Technology 2009 und der Fusion mit 3S Industries AG im Januar 2010 bezeichnet sich die Meyer Burger Gruppe nun als "Systemanbieter mit integrierten Produktionslösungen innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette in der Solarindustrie". Wegen der Übernahme von 3S sieht Pauli keine Restrukturierungsaufgaben auf den Konzern zukommen. "Die Präsenz der beiden Unternehmen am Markt überlappt sich kaum", kommentiert der CEO. Weitere Zukäufe seien nun "kurzfristig nicht geplant", ergänzt Pauli. "Wenn uns jedoch etwas vor die Füsse fällt, dann schlagen wir zu."
Meyer Burger gibt sich für die weitere Zukunft verhalten optimistisch: Kundengespräche sowie die zuletzt erhaltenen Aufträge stimmten zuversichtlich, dass weitere Ausbauphasen der Produktionskapazitäten bei den Solarzellen- und Solarmodul-Herstellern in Angriff genommen würden und die Industrie sich auf neue Wachstumsschritte vorbereite. Für die Solarbranche wie auch für die Gruppe rechnet das Management mit einem "starken und nachhaltigen Wachstum in den kommenden Jahren". Mit dem hohen Auftragsbestand von aktuell (März 2010) über 900 Mio CHF wird "ein solides Resultat im Jahr 2010" erwartet.
Die Titel verlieren am Mittag in einem leichteren Gesamtmarkt um 2,8%. Nachdem die Aktien am Morgen noch zugelegt hatten, rutschen diese infolge von Gewinnmitnahmen ins Minus.
ps/cc

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