Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Steffisburg (awp) - Die in der Solartechnologie tätige Meyer Burger hat im vergangenen Jahr von der Übernahme der Lysser 3S Industries und dem Boom in der Solarbranche kräftig profitiert. Die Verkaufszahlen schnellten stark nach oben und der Gewinn verdreifachte sich. Die Auftragsbücher sind prall gefüllt und im laufenden Geschäftsjahr soll die Milliarden-Grenze beim Umsatz übersprungen werden.
Zusätzliche Chancen für alternative Energien macht das Unternehmen nach der japanischen Atomkatastrophe aus. "Wir müssen die Chancen, die sich aus den dramatischen Ereignissen ergeben, nutzen", sagte Konzernchef Peter Pauli am Montag bei der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. Die Atomkraftwerke könnten jedoch nicht durch ein paar Solaranlagen ersetzt werden. Aus Sicht des CEO ist daher "keine schnelle, aber eine langsame, nachhaltige Umstellung wichtig". In einem "vernünftigem politisches Umfeld" seien Erfolge auf diesem Gebiet machbar.
Die Nachfrage nach Produkten der Anbieterin von Systemen für die Solarindustrie übertraf im abgelaufenen Geschäftsjahr zwei Mal die Erwartungen des Managements. Die Prognose von 730 Mio CHF Umsatz für 2010 wurde im Laufe des Jahrs zunächst auf 800 Mio CHF korrigiert und zum Jahresende standen dann 826 Mio CHF in der Bilanz. "Die zugekaufte 3S Industries steuerte ein Drittel zum Umsatz bei, die alte Meyer Burger erwirtschaftete zwei Drittel", sagte Verwaltungsratspräsident Peter Wagner.
ZUGPFERD ASIEN
Asien ist und bleibt aus Unternehmenssicht die bedeutendste Wachstumsregion mit einem Plus von 150%. Asien erzielte drei Viertel der gesamten Verkäufe, auf Europa entfielen 17% des Umsatzes, auf die USA 7%.
Auf Stufe Gewinn resultierte ein kräftiger Anstieg. Der Konzerngewinn kletterte um mehr als das Dreifache auf 97,9 Mio CHF. Auf eine Dividende müssen die Aktionäre, wie im Vorjahr, dennoch verzichten. "Solange wir wachsen, werden die Mittel für Investitionen verwendet", sagte Finanzchef Michel Hirschi.
Die Solarbranche erholte sich im Berichtsjahr 2010 deutlich. Bereits im ersten Halbjahr zeichnete sich ab, dass Grossprojekte wieder zu normalen Konditionen finanziert werden können. Die Verfügbarkeit von Investitionskrediten für die Kunden von Meyer Burger und die politischen Rahmenbedingungen sind aus Sicht von Konzernchef Pauli - neben der Innovationskraft des Unternehmens selbst - ausschlaggebend für die Entwicklung der Gesellschaft.
In der zweiten Jahreshälfte schloss Meyer Burger verschiedene Grossaufträge ab und verzeichnete 2010 ein Volumen an neu erteilten Aufträgen von rund 1,33 Mrd CHF und damit sieben Mal mehr als im Vorjahr. Erstmals in der Unternehmensgeschichte stiegen damit sowohl der Auftragseingang als auch der Auftragsbestand über die Marke von 1 Mrd CHF. "Der grosse Auftragsbestand gibt uns eine gute Visibilität in die Zukunft", sagte Finanzchef Hirschi. Für das Geschäftsjahr 2011 wird nun mit einem Umsatz von rund 1,2 Mrd CHF gerechnet und eine EBITDA-Marge von rund 20% angestrebt.
ZUKÄUFE IM BLICK
Die Gruppe ist nach der positiven Entwicklung schuldenfrei. Trotz der Rückzahlung von Bankverbindlichkeiten beliefen sich die flüssigen Mittel Ende Jahr auf 393,5 Mio CHF. Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund des Ergebnisses und der im Rahmen der Fusion mit 3S Industries durchgeführten Kapitalerhöhung auf 642,9 (196,3) Mio CHF.
In der Kasse ist demnach genug Geld für Zukäufe. Mit "gezielten Akquisitionen" soll denn auch der Wachstumspfad fortgesetzt werden. Technologien sollen zugekauft werden, etwa im Bereich der Herstellung von Zellen, so Hirschi. "Ein Zukauf in der Grösse von 3S ist möglich", so der Finanzchef.
Die Titel finden nach den vorgelegten Zahlen und dem abgegebenen Ausblick sowohl bei Analysten als auch den Investoren Anklang. Am Mittag steigen die Aktien um mehr als 9% in einem sehr festen Gesamtmarkt (SPI: +1,8%)
ps/uh

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???