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Microsoft und Apple Kopf an Kopf beim Börsenwert (Zus)

Dieser Inhalt wurde am 27. Mai 2010 - 19:04 publiziert

CUPERTINO/REDMOND (awp international) - Technologiekönig nur für einen Tag: Apple musste dem Erzrivalen Microsoft am Donnerstag den Titel des teuersten Technologiekonzerns vorerst wieder abtreten. Nach einem Kursanstieg von gut fünf Prozent war der Windows-Hersteller an der Börse 230,2 Milliarden Dollar wert. Die Apple-Aktie stieg in den ersten Handelsstunden in New York lediglich um 2,6 Prozent. Das brachte den iPhone- und Mac-Spezialisten auf eine Marktkapitalisierung von 228 Milliarden Dollar.
Am Vortag hatte Apple den Software-Giganten erstmals beim Börsenwert überholt. Apple kam trotz leichter Kursverluste auf eine Marktkapitalisierung von gut 222 Milliarden Dollar, während Microsoft nach einem Kurssturz von vier Prozent auf 219,2 Milliarden Dollar abrutschte.
Während sich die beiden Technologie-Konzerne ein Kopf-an-Kopf- Rennen liefern, ist für sie der Abstand zum teuersten börsennotierten Unternehmen der Welt noch gross: Der Öl-Gigant Exxon Mobile bringt aktuell fast 285 Milliarden Dollar auf die Waage. Der Internet-Riese Google , der mit Apple und Microsoft in immer mehr Bereichen konkurriert, kommt derzeit auf einen Börsenwert von gut 154 Milliarden Dollar.
Für Apple markierte der Aufstieg den vorläufigen Höhepunkt einer beeindruckenden Kehrtwende. Schon einmal, Ende 1989, war es mehr Wert gewesen als Microsoft. Mitte der 90er Jahre galt das Unternehmen dann allerdings als so gut wie abgeschrieben. 1997 bewahrte ihn der grosse Rivale sogar mit einer Geldspritze von 150 Millionen Dollar vor dem Zusammenbruch. Dann wendete sich das Blatt mit der Rückkehr von Gründer Steve Jobs und einer Reihe innovativer Produkte wie dem iPod- Player und iPhone-Handy.
Zuletzt trieb vor allem der Erfolg des iPhone und des neuen Tablet-Computers iPad die Apple-Aktie höher. Der Kurs verdoppelte sich in den vergangenen zwölf Monaten. Auch Microsofts Aktie legte in dieser Zeit zu, dank des Erfolgs des PC-Betriebssystems Windows 7 und der wieder anziehenden US-Wirtschaft - allerdings nur um gut ein Viertel.
Microsoft-Chef Steve Ballmer gab sich am Donnerstag unbeeindruckt von Apples Aufstieg. Am Rande eines Asienbesuchs im indischen New Delhi erklärte er, dass der Fokus des Unternehmens darauf liege, wie es seine Produkte innovativer machen könne. "Es ist ein langes Spiel, und wir haben gute Konkurrenten... aber auch wir sind ein sehr guter Konkurrent."
Die Kurse spiegeln wie immer die Erwartungen der Investoren für das kommende Geschäft wider. Bei Apple gab es trotz des steten Aufwärtstrends immer wieder auch Schwankungen. Am 7. Juni will Konzernchef Steve Jobs wieder Neuheiten vorstellen. Vor solchen Terminen legt die Apple-Aktie meistens zu. Wenn sich der Markt von den neuen Produkten und Diensten enttäuscht fühlte, knickte der Kurs wieder ein.
Die Aktie verlor auch deutlich, als Analysten auf dem Höhepunkt der Finanzkrise annahmen, dass die Schwäche der US-Wirtschaft den Absatz von Apple-Produkten schmälern könnte, sowie als 2008/2009 ernste Gesundheitsprobleme von Jobs bekannt wurden. Der charismatische Apple-Gründer, der als treibende Kraft hinter Apples jüngsten Erfolgen gilt, hatte im Frühjahr 2009 eine Spenderleber bekommen. Dass die Geschäfte in Jobs' sechsmonatiger Abwesenheit dennoch gut weiterliefen, hatte die Anleger dann aber wieder beruhigt./so/rak/DP/fn

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