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(nach Medienkonferenz ausgebaut)
Zürich (awp/sda) - Die Migros hat für ihre eigenen Industriebetriebe ein ehrgeiziges Ziel: Bis 2012 sollen die 19 Betriebe, darunter etwa der Kosmetikhersteller Mibelle und Chocolat Frey, im Ausland konkurrenzfähig sein und dort 700 Mio CHF erwirtschaften.
Bis jetzt liegen die Umsätze des Auslandgeschäftes noch deutlich tiefer, nämlich bei 475 Mio CHF im Jahr 2010. Walter Huber, Leiter der Migros-Industrie, ist aber zuversichtlich, dass die 700-Mio-Marke geknackt werden kann.
"Wir haben die Kompetenz und die Grösse, auch im Ausland eine Schlüsselrolle zu spielen", sagte er am Freitag an der M-Industrie-Bilanzpressekonferenz in Zürich.
Um dieses Ziel zu erreichen, nahmen im letzten Jahr zwei neue Marketinggesellschaften ihren Betrieb auf. Sie sollen die USA und Kanada bearbeiten und dereinst typisch schweizerische Produkte wie Käse, Schokolade und Rösti aus dem Hause Migros unter die Leute bringen. "Wir brauchen aber noch bessere Strukturen", sagte Huber.
In Europa will die Migros ihre strategischen Partnerschaften ausbauen, beispielsweise jene mit dem Detailhändler Spar. Seit 2010 stehen in den österreichischen Spar-Filialen Schokoladen von Chocolat Frey, einem Migros-Industriebetrieb.
Auch die Zusammenarbeit mit der Kaffeerösterei United Coffee und jene mit dem Diätunternehmen Weight Watchers sollen weitergeführt und ausgebaut werden. In der Schweiz ist zwar Konkurrent Coop der Partner von Weight Watchers - nicht jedoch in Deutschland, wo die Migros die Produkte für diese Linie herstellt.
Um das 700-Mio-Ziel zu erreichen, seien aber vielleicht auch noch "einige kleinere Akquisitionen" nötig, sagte Huber weiter. Zudem will die Migros die Prozesse in der Produktion wirtschaftlicher machen und so einen dreistelligen Miobetrag einsparen. Neue Stellen werden somit also nicht geschaffen. Man sei schon zufrieden, wenn man nicht abbauen müsse, sagte Huber weiter.
Im vergangenen Jahr erwirtschafteten die 19 Migros-Betriebe im In- und Ausland einen Umsatz von 5,32 Mrd CHF, das sind 2,5% oder 130 Mio CHF mehr als im Vorjahr. Ein Wachstum, dass sich Huber in etwa auch für die Zukunft vornimmt.
Mit dem Geschäft innerhalb der Migros-Gruppe wurden 4,254 Mrd CHF Umsatz erzielt, wobei hier nicht nur die Migros-Läden dazu gezählt werden, sondern auch Denner, Le Shop und die Migrolino-Shops.
587 Mio CHF erwirtschafteten die Migros-Industriebetriebe mit Schweizer Grossverbrauchern, etwa Gastrounternehmen.
Die Aussichten für das laufende Jahr würden sich "nicht ganz wolkenlos" zeigen, sagte Huber. 2011 werde ein anspruchsvolles Jahr, nicht zuletzt wegen des starken CHFs und wegen der gestiegenen Rohstoffpreise. Vor allem Getreide, Kakao und Kaffee sind teurer geworden. Man werde wohl die Preise teilweise anpassen müssen.
Zur M-Industrie gehören 16 Unternehmen in der Schweiz und 3 im Ausland, die insgesamt 10'558 Mitarbeitende beschäftigen. Sie stellen rund 20'000 so genannte "Private Label"-Produkte her, welche in der Schweiz in der Migros und an Grossverbraucher verkauft und in über 50 Länder exportiert werden.
mk

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