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Biel (awp) - Der Maschinenbauer Mikron hat im Geschäftsjahr 2010 erstmals seit 2007 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Das Unternehmen konnte dank gestiegener Nachfrage in den beiden Geschäftsbereichen Automotion und Machining vom Wiederaufschwung der Maschinen und Anlageindustrie profitieren. Für 2011 rechnet das Unternehmen mit einer weiteren Erholung der Märkte und damit verbunden mit einem höheren Umsatz und Ergebnis.
Das Unternehmen weist einen Reingewinn von 0,4 Mio CHF, nach einem Verlust von 32,8 Mio CHF im Vorjahr. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT belief sich auf 1,5 (VJ-Verlust 32,8) Mio CHF, teilte der Maschinen- und Anlagebauer am Freitag mit. Mit den vorgelegten Zahlen hat das Unternehmen die Erwartungen der Bank Vontobel leicht übertroffen. Die Schätzungen beliefen sich für den EBIT auf 1,4 Mio CHF und für das Reinergebnis auf -0,2 Mio CHF.
Bereits Ende Januar wurde der Umsatz publiziert, dieser stieg um 21,6% auf 182,5 Mio CHF. Der Bestellungseingang erhöhte sich um 69,5% auf 219,8 Mio CHF und der Auftragsbestand um 363,9% auf 83,9 Mio CHF.
UNTERSCHIEDLICHE ENTWICKLUNG DER SEGMENTE - NEUER WACHSTUMSMARKT CHINA
Massgeblich am Turnaround beteiligt war das Segment Machining, welches 2010 einen EBIT von 3,2 Mio CHF nach einem Vorjahreswert von -31,8 Mio CHF erwirtschaftete. Erreicht wurde das positive Resultat dank einer deutlichen Umsatzsteigerung, einem günstigen Produkt-Mix sowie erheblichen Produktivitätsgewinnen. Für 2011 wird dank eines guten Auftragsbestandes mit weiteren Umsatz- und Margensteigerungen gerechnet.
Erwartet wird eine weiterhin gute Nachfrage aus Asien, insbesondere China. "Hier wollen wir unser Service-Geschäft auszubauen, da dieses weniger konjunktursensitiv ist", so Spoerri. Auch soll das Geschäft vermehrt auf die Wachstumsmärkte ausgerichtet werden. "Wir haben bereits einiges für den Verkauf gemacht, gerade in Asien", erklärte Bruno Cathomen, COO des Segments Machining.
Aber auch der Bereich Automotion hat den EBIT auf 1,3 Mio von -3,0 Mio CHF im Vorjahr gesteigert. In der Pharma- und Medizinalindustrie, welche für 69% des Umsatzes in diesem Segment verantwortlich zeichnet, habe sich das Investitionsvolumen auf gutem Niveau bewegt. "Hier wollen wir in Zukunft verstärkt unsere Umsätze in den USA ausbauen, in dem wir uns auf die Pharma und Medtechbranche konzentrieren", sagte VR-Präsident Heinrich Spoerri an der Bilanzmedienkonferenz am Freitag.
AUSBLICK FÜR GRUPPE POSITIV - SORGE WEGEN STARKEM FRANKEN
Auf Gruppenstufe rechnet der Maschinen- und Anlagebauer mit einem Umsatz von 200 Mio CHF für 2011, dies dank eines guten Auftragsbestandes. Hohe Priorität habe unverändert die weitere Verbesserung der Ertragskraft. Unter Annahme eines durchschnittlichen Wechselkurses zum EUR von 1,30 CHF wird eine EBIT-Marge von 3 bis 4% angestrebt. "Bei einer weiteren Aufwertung des Schweizer Frankens dürften unser Umsatzwachstum und die Margen jedoch weiter unter Druck kommen", erklärte der VRP.
Weiter gibt das Unternehmen die Änderung der Informationspolitik bekannt. Künftig wird Mikron halbjährlich über die Finanzergebnisse sowie den aktuellen Geschäftsgang der Gruppe berichten. Damit soll die Aussagekraft und Verständlichkeit der Berichterstattung erhöht und besser an den Rhythmus des langfristigen Projektgeschäfts angepasst werden.
ANALYSTENERWARTUNGEN ERFÜLLT - AKTIE MIT ABGABEN
Obwohl der publizierte Zahlenkranz die Erwartungen der Vontobel-Analysten übertroffen hat, reagiert die Mikron-Aktie mit Abgaben. Gemäss Vontobel-Spezialist Fabian Haecki hat das Unternehmen 2010 den Turnaround geschafft und auch für 2011 einen soliden Ausblick abgeliefert. Schwierigkeiten sieht Haecki jedoch im starken Franken, da er eine Belastung aufgrund des hohen Transaktionsengagements der Gruppe darstelle.
Die Aktie verliert am Freitag bis gegen 13.25 Uhr 1,5% auf 9,51 CHF, dies bei jedoch geringen Volumen. So haben erst gut 9'400 Aktien den Besitzer gewechselt, bei einem durchschnittlichen Tagesvolumen von 33'000 Stück. Der Gesamtmarkt gemessen am SPI verliert derweil 0,76%.
dl/rt

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