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Mikron kommt in ersten neun Monaten nicht voran - Ausblick nicht möglich (AF)

Dieser Inhalt wurde am 22. Oktober 2009 - 09:40 publiziert

(Neu sind die Angaben zu den einzelnen Segmenten im 3. und 4. Abschnitt sowie zur Rechnungslegung im letzten Abschnitt.)
Biel (awp) - Bei der Mikron Holding AG bleiben die Umsätze und die Bestellungen auf einem tiefen Niveau. Für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres 2009 vermeldet der Bieler Fertigungs- und Montagesystem-Hersteller einen um 44,4% tieferen Umsatz von 114,4 (VJ 205,7) Mio CHF und einem um 54,3% eingebrochenen Bestellungseingang von 88,3 (193,3) Mio CHF.
Der Auftragsbestand des Unternehmens reduzierte sich per Ende September um 55,4% auf 47,3 (106,0) Mio CHF. Die Situation in den Märkten und im wirtschaftlichen Umfeld habe sich im dritten Quartal kaum verändert, schreibt Mikron. Die eingehenden Anfragen und Bestellungen beträfen Produkte und Anwendungen der Kunden, die von einem technischen Weiterentwicklungsprozess oder von Produktneueinführungen getrieben würden. Seltener seien Anfragen verbunden mit dem Ausbau von Produktionskapazität.
Im Segment Machining scheine die Talsohle seit dem 2. Quartal 2009 durchschritten, glaubt das Management. Seit 12 Monaten lägen in dem Segment Bestellungen und Umsatz aber um 50% unter dem langjährigen Mittel. Der Segmentumsatz ging in den ersten 9 Monaten um 57,4% auf 49,4 Mio CHF zurück. Die Bestellungen sanken um 60,1% auf 42,4 Mio CHF. Am Produktionsstandort in Agno TI muss laut Mikron das Kurzarbeitsprogramm vorerst unverändert weitergeführt werden.
Im Segment Automation lägen die Bestellungen 40% unter dem langjährigen Mittel. Relativ robust zeige sich hier noch das umsatzstärkste Marktsegment Medical/Personal Care. Insgesamt gingen die Bestellungen in dem Segment um 47,2% auf 46,2 Mio CHF zurück. Der Umsatz sank um 26,1% auf 66,8 Mio CHF. Der Hauptproduktionsstandort für Automation, Boudry, bereite sich seit Mitte Jahr auf die Einführung von Kurzarbeit vor. Nachdem verschiedene Grossprojekte zur Jahresmitte ausgeliefert wurden, würden derzeit Ferien und Überstunden konsequent abgebaut.
Die Sichtweite auf zukünftiges Geschäft sei kurz und erlaube keinen verlässlichen Ausblick, so das Mikron-Management. Bei der Umsetzung der verschiedenen Massnahmen zur Sicherung der Liquidität und der Wirtschaftlichkeit sei das Unternehmen auf Kurs.
Rückwirkend auf den 1.1. 2009 hat Mikron zudem die Umstellung von IFRS auf Swiss GAAP FER beschlossen. Der Einfluss der Umstellung auf das Eigenkapital und das Unternehmensergebnis sei aber nur gering. Die Eigenkapitalquote per Ende 2008 per saldo um 0,7% und beträgt 67,8%. Als Folge der Umstellung werden die Mikron-Namenaktion künftig im Domestic Standard Segment der SIX Swiss Exchange gehandelt. Der Wechsel erfolge voraussichtlich per 1. Dezember 2009 nach Genehmigung durch die SIX Swiss Exchange.
tp/ps

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