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Milliardenübernahmen lassen Gewinne von Pfizer und Merck & Co sinken (AF)

Dieser Inhalt wurde am 04. Mai 2010 - 14:21 publiziert

NEW YORK (awp international) - Die beiden US-Pharmagiganten Pfizer und Merck & Co sind wegen der jüngsten Übernahmen von Konkurrenten in Milliardenhöhe mit einem kräftigen Gewinneinbruch ins neue Jahr gestartet. Während beim weltgrössten Pharmakonzern Pfizer unter dem Strich ein Gewinnrückgang von 26 Prozent auf 2,026 Milliarden Dollar (1,53 Mrd Euro) anfiel, liess die Integration von Schering-Plough den Gewinn von Merck & Co um fast 80 Prozent auf 299 Millionen Dollar einbrechen.
Pfizer hatte 2009 die Milliardenübernahme des Konkurrenten Wyeth für 68 Milliarden US-Dollar unter Dach und Fach gebracht und deutliche Kosteneinsparungen mit Stellenstreichungen angekündigt. Bis Ende 2012 will Pfizer im Zuge der Integration vier bis 5 Milliarden Dollar an Kostensenkungen realisieren. Seit dem Abschluss der Wyeth-Übernahme Mitte Oktober 2009 wurden rund 6.900 Stellen abgebaut.
Vor Sonderposten wies Pfizer einen Überschuss von 4,882 Milliarden Dollar oder 0,60 USD je Aktie (EPS) aus und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Diese hatten im Schnitt beim EPS mit 0,53 Dollar gerechnet. Beim Umsatz stand mit 54 Prozent ein sattes Plus auf 16,75 Milliarden Dollar in der Bilanz. Pfizer verliert seit einiger Zeit durch die Konkurrenz von Generika Umsatz und versucht, mit Kostensenkungen gegenzusteuern. So stagnierte der Umsatz des Blutfettsenkers Lipitor - mit fast 12 Milliarden Dollar im Jahr das weltweit meistverkaufte Medikament - im ersten Quartal bei 2,757 Milliarden Dollar auf Vorjahresniveau.
Für das laufende Geschäftsjahr peilt Unternehmenschef Jeff Kindler einen Umsatz von 67 bis 69 Milliarden Dollar an, während das Ergebnis pro Aktie vor Sonderposten 2,10 bis 2,20 Dollar betragen soll. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Anstieg auf 2,18 je Aktie und beim Umsatz mit 68,06 Milliarden Dollar. 2009 war das Ergebnis pro Aktie vor Sonderposten von 2,42 Dollar im Vorjahr auf 2,02 Dollar gefallen. 2012 erwartet der Hersteller der Potenzpille Viagra einen Umsatzrückgang auf 65,20 bis 67,7 Milliarden Dollar. Das Ergebnis pro Aktie vor Sonderposten werde zwischen 2,25 bis 2,35 Dollar pro Anteilsschein liegen, hiess es in der Mitteilung weiter.
Konzernchef Richard Clark von Merck & Co versicherte am Dienstag, dass der Zusammenschluss im Plan liege. Bis 2012 will Merck 3,5 Milliarden Dollar jährlich einsparen. Merck hatte die 41 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Schering-Plough Anfang November abgeschlossen. Der Umsatz verdoppelte sich durch den Zukauf auf 11,4 Milliarden Dollar. Analysten zeigten sich zufrieden. Der Konzern übertraf ihre Erwartungen.
2010 will Merck & Co. nun einen Umsatz von 45,4 bis 46,4 Milliarden Dollar erreichen und einen Gewinn je Aktie von 1,15 bis 1,50 Dollar. Im ersten Quartal hatte der Konzern je Aktie lediglich 0,09 Dollar verdient. Im Vorjahr hatte der Konzern noch 0,67 Dollar je Anteilsschein erzielt. Die Restrukturierungskosten lagen im ersten Quartal bei 288 Millionen Dollar (Vorjahr: 64 Mio. USD)./ep/sk/wiz

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